GBP/USD beginnt die Sitzung am Dienstag positiv, da die Marktteilnehmer den Dollar und die meisten US-Vermögenswerte weiter verkaufen, nachdem Trumps Handelskrieg mit Europa eskaliert ist. Dies und ein Ausverkauf von japanischen Anleihen halten den CBOE Volatility Index (VIX) auf Jahreshöchstständen, ein Zeichen für Risikoaversion. Das Paar handelt bei 1,3463, ein Plus von 0,30 %.
Die Angst der Investoren ist auf Rekordhöhen, nachdem eine Bloomberg-Überschrift lautete: "Plötzlicher Japan-Anleihe-Crash entfesselt Unruhen auf den Handelsplätzen." Der Artikel erwähnte, dass "Bedenken hinsichtlich der fiskalischen Lage Japans, insbesondere die Pläne von Premierminister Sane Takaichi, Steuern zu senken und die Ausgaben zu erhöhen, Zweifel an der finanziellen Gesundheit der Regierung aufwerfen."
Dies hat die globalen Anleiherenditen erhöht und den Greenback gesenkt, im Rahmen eines anhaltenden "Sell America"-Handels. Der US Dollar Index (DXY), der die Leistung des Dollars gegenüber sechs Währungen verfolgt, fällt um 0,53 % auf 98,50.
Die Daten in den USA zeigten, dass die Wirtschaft weiterhin Arbeitsplätze schafft, da der 4-Wochen-Durchschnitt der ADP-Beschäftigungsänderung um 8.000 gestiegen ist, nach 11.750 neu geschaffenen Stellen in der Vorwoche.
Auf der anderen Seite des Teichs zeigten die Arbeitsmarktdaten in Großbritannien, dass die Arbeitslosenquote in den drei Monaten bis November bei 5,1 % stabil blieb, über den Schätzungen von 5 % Anstieg. Die durchschnittlichen Einkommen ohne Boni sanken von 4,6 % auf 4,5 %, das schwächste Tempo seit April 2022.
Nach den Daten bestätigten die Geldmärkte, dass die Bank of England (BoE) die Zinsen bei 3,75 % bei der Sitzung im Februar unverändert lassen würde. Dennoch sehen die Händler weiterhin 41 Basispunkte Lockerung bis zum Jahresende, laut Prime Market Terminal Daten.
In der Zwischenzeit kommentierte die britische Finanzministerin Rachel Reeves in Davos, Schweiz, dass es wichtig sei, die Situation über Grönland zu deeskalieren, und fügte hinzu, dass "Die Zukunft Grönlands den Menschen Grönlands gehört."
Das technische Bild zeigt, dass GBP/USD ein Wochenhoch von 1,3491 erreicht, jedoch scheint es darauf vorbereitet zu sein, in einer Range zu bleiben, es sei denn, die Käufer erobern ein wichtiges Unterstützungswiderstandslevel zurück.
Aus der Perspektive des Momentums zeigt der Relative Strength Index (RSI) eine Verschiebung der Stimmung, die zu Beginn der Woche bullisch wird.
Das gesagt, wenn GBP/USD über 1,3500 steigt, könnten die Händler eine abwärts gerichtete Trendlinie bei etwa 1,3550/75 herausfordern. Sobald diese durchbrochen ist, liegt das nächste Ziel bei 1,3600, gefolgt vom Swing-Hoch vom 17. September bei 1,3726.
Andernfalls, wenn Cable unter 1,3450 stolpert, können die Bären die 200-Tage-SMA bei 1,3402 herausfordern. Bei weiterem Rückgang wäre die nächste Verteidigungslinie der Bullen die 50-Tage-SMA bei 1,3330.

Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.