Die Indische Rupie (INR) erreicht im Eröffnungshandel am Freitag ein Vier-Wochen-Tief gegenüber dem US-Dollar (USD). Das Währungspaar USD/INR steigt auf rund 90,70, während die Indische Rupie aufgrund des kontinuierlichen Abflusses ausländischer Mittel aus dem indischen Aktienmarkt schwächer abschneidet.
Am Mittwoch haben ausländische institutionelle Investoren (FIIs) Anteile im Wert von 4.781,24 Crore Rs. verkauft, wie aus Daten der NSE hervorgeht. Der Verkaufsdruck von FIIs hält im indischen Aktienmarkt an, da es keine Ankündigung eines Handelsabkommens zwischen den Vereinigten Staaten (US) und Indien gibt. Bisher waren FIIs im Januar an neun von zehn Handelstagen Nettoverkäufer und haben ihre Anteile im Wert von 21.706,27 Crore Rs. reduziert.
In dieser Woche fanden Handelsgespräche zwischen Indiens Außenminister Subrahmanyam Jaishankar und dem US-Außenminister Marco Rubio statt, die beide in ihren sozialen Medien als "gut" bezeichneten, jedoch bleibt die Stimmung der ausländischen Investoren gegenüber dem indischen Aktienmarkt schwach, da es keinen Durchbruch in den Handelsgesprächen gab.
Ökonomen von HSBC haben ebenfalls darauf hingewiesen, dass schwache Kapitalzuflüsse in den indischen Aktienmarkt ein großes Problem für die Indische Rupie darstellen.
Auf der wirtschaftlichen Seite haben die Einzelhandels- und Großhandelsinflationsdaten Indiens für Dezember ein Wachstum des Preisdrucks gezeigt, was jedoch die Reserve Bank of India (RBI) voraussichtlich nicht davon abhalten wird, in naher Zukunft weitere Zinssenkungen vorzunehmen. Obwohl der Einzelhandelsverbraucherpreisindex (CPI) mit 1,33 % im Jahresvergleich schneller gewachsen ist, liegt er immer noch unter der Toleranzspanne der RBI von 2 % bis 6 %.

USD/INR steigt auf etwa 90,70. Der 50-Tage exponentiell gleitende Durchschnitt (EMA) steigt und unterstützt weiterhin den Anstieg. Die Preisbewegung hält sich über diesem dynamischen Maßstab, wodurch Rücksetzer begrenzt bleiben.
Der 14-Tage Relative Strength Index (RSI) liegt bei 58,76, über seiner Mittellinie, und bestätigt ein stetiges bullisches Momentum. Die erste Unterstützung liegt beim 50-EMA bei 89,9134.
Solange das Paar über dem Durchschnitt bleibt, bleibt eine Aufwärtsausdehnung bevorzugt, während ein Schlusskurs darunter den Ton abschwächen und eine tiefere Retracement-Phase offenbaren würde. Das Momentum würde sich verbessern, wenn der RSI in Richtung der 60er-Marke steigt, während ein Rückgang auf 50 den Aufwärtstrend begrenzen und die Tendenz zur Konsolidierung verschieben würde.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Die indische Rupie wird stark von externen Faktoren wie dem Ölpreis, der Entwicklung des US-Dollars und dem Ausmaß der ausländischen Investitionen beeinflusst. Interventionen der Reserve Bank of India (RBI) können den Wechselkurs stabilisieren.
Die Reserve Bank of India (RBI) greift aktiv in den Devisenmarkt ein, um den Wechselkurs stabil zu halten und den Handel zu erleichtern. Gleichzeitig versucht sie, die Inflation durch Zinssatzanpassungen bei ihrem Zielwert von 4 % zu stabilisieren. Höhere Zinssätze stärken in der Regel die indische Rupie (INR), da sie das Land für ausländische Investoren attraktiver machen.
Makroökonomische Faktoren wie Inflation, Zinssätze, das Wirtschaftswachstum (BIP), die Handelsbilanz und ausländische Kapitalzuflüsse haben einen direkten Einfluss auf den Wert der indischen Rupie. Ein starkes Wirtschaftswachstum zieht vermehrt internationale Investoren an, was die Nachfrage nach der Rupie steigert. Auch eine weniger negative Handelsbilanz wirkt sich langfristig positiv auf die Währung aus. Besonders höhere Zinssätze – und hier vor allem die Realzinsen, also Zinssätze abzüglich der Inflation – können die Rupie stützen, da sie Indien für ausländische Investoren attraktiver machen. Ein "Risk-on"-Marktumfeld fördert zudem die Zuflüsse von Direkt- und Portfolioinvestitionen (FDI und FII), was ebenfalls die Rupie stärkt.
Eine steigende Inflation, vor allem im Vergleich zu den Handelspartnern Indiens, wirkt sich in der Regel negativ auf die Rupie aus, da dies eine Abwertung durch Überangebot signalisiert. Zudem verteuert Inflation die Exporte, was zu einem verstärkten Verkauf von Rupien führt, um ausländische Importe zu finanzieren – ein negativer Faktor für die Währung. Gleichzeitig reagiert die indische Zentralbank (Reserve Bank of India, RBI) häufig mit Zinserhöhungen auf steigende Inflation, was wiederum die Attraktivität der Rupie für internationale Investoren erhöht und den Kurs stabilisieren kann. Der gegenteilige Effekt tritt bei niedriger Inflation ein.