Spekulationen über vorgezogene Neuwahlen in Japan haben zu einer erneuten Underperformance des japanischen Yen (JPY) geführt, wodurch der USD/JPY-Kurs in Richtung 160 stieg, während die Renditen japanischer Staatsanleihen (JGB) und inländischer Aktien anzogen. Trotz erhöhter Interventionsrisiken schwächen Befürchtungen hinsichtlich einer expansiven Fiskalpolitik das traditionelle Signal der Zinsdifferenz, wodurch die Aussichten für den Yen fragil bleiben und neue USD/JPY-Long-Positionen zunehmend unattraktiv werden, wie die Devisenanalysten Sim Moh Siong und Christopher Wong von OCBC feststellen.
„Die Aussicht auf vorgezogene Neuwahlen in Japan löste eine weitere Phase der Underperformance des JPY gegenüber den G10-Währungen aus, begleitet von höheren JGB-Renditen und stärkeren Aktienkursen. Das Interventionsrisiko bei einem Kurs von 160 für USD/JPY bleibt ein wichtiger Beobachtungspunkt, da Finanzminister Katayama und US-Finanzminister Bessent Berichten zufolge ihre Besorgnis über die einseitige Schwäche des JPY „teilten”.
„Der japanische Premierminister Takaichi könnte unter Ausnutzung seiner hohen Zustimmungswerte für den 8. oder 15. Februar vorgezogene Unterhauswahlen ausrufen. Eine vorgezogene Wahl mit dem Ziel, die Position der LDP zu festigen, könnte den Weg für größere fiskalische Anreize ebnen und die Bedenken hinsichtlich der fiskalischen Nachhaltigkeit verstärken.”
„Während eine Verringerung der Zinsdifferenzen zwischen den USA und Japan normalerweise auf einen Rückgang des USD/JPY hindeuten würde, haben fiskalische Sorgen diesen Übertragungskanal geschwächt. Infolgedessen bleibt der Ausblick für den JPY gedämpft, auch wenn das steigende Interventionsrisiko eine Weiterverfolgung des USD/JPY auf dem aktuellen Niveau unattraktiv macht.“