Gold über $4,600 – Zinssenkungsfantasie und Safe-Haven-Nachfrage stützen, Blick bleibt auf Rekordhoch
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Gold (XAU/USD) erholt sich am Mittwoch und handelt um $4,620 – nahe dem Rekordhoch von $4,634.64, das in der vorherigen Sitzung erreicht wurde.
Weichere US-Inflation nährt die Wetten auf Fed-Zinssenkungen und macht das unverzinsliche Gold attraktiver.
Geopolitische Risiken und erneute Sorgen um die Fed-Unabhängigkeit halten die Safe-Haven-Nachfrage hoch.
Gold (XAU/USD) zieht am Mittwoch wieder an und bewegt sich um $4,620.00 je Feinunze. Damit nähert sich der Kurs erneut dem Rekordhoch bei $4,634.64 aus der vorherigen Sitzung. Rückenwind kommt von der US-Datenlage: Die Dezember-Inflation deutet auf nachlassenden Preisdruck hin, was die Erwartung weiterer Zinssenkungen durch die Fed stützt. Gleichzeitig sorgen geopolitische Risiken und die Debatte um die Unabhängigkeit der Notenbank für zusätzliche Nachfrage nach sicheren Häfen.
Die US-Inflationsdaten für Dezember signalisierten eine Abschwächung der zugrunde liegenden Teuerung und stärkten die Sicht, dass sich der Preisdruck graduell abkühlt. In den Zinsfutures sind Anleger zwischen zwei oder drei Zinssenkungen in diesem Jahr gespalten – deutlich mehr als die Median-Projektion der Notenbanker von einer Senkung.
Unterstützung kommt zudem aus dem Risiko-Umfeld: Safe-Haven-Flows nahmen zu, nachdem US-Staatsanwälte eine strafrechtliche Untersuchung im Zusammenhang mit Powells Aussage im Juni angestoßen hatten – das schürt erneut Sorgen um die Unabhängigkeit der Fed. Geopolitisch bleibt die Lage angespannt, da die Märkte die Möglichkeit einer US-Beteiligung an den politischen Unruhen im Iran beobachten, nachdem wiederholt vor möglichen militärischen Maßnahmen gewarnt wurde.
Daily Digest: USD schwächer, Inflationsdaten im Detail
Der US Dollar Index (DXY), der den Dollar gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, gibt nach moderaten Gewinnen am Vortag wieder nach und notiert zum Zeitpunkt der Erstellung um 99.10. Das stützt den in USD notierten Goldpreis, weil Gold für Käufer außerhalb des Dollarraums günstiger wird.
Bei den Inflationsdetails fiel insbesondere die Kernrate auf: Der Core CPI (ohne Energie und Lebensmittel) stieg im Dezember um 0.2% und lag damit unter den Markterwartungen; die jährliche Kerninflation blieb bei 2.6% und entsprach damit einem Vierjahrestief. Der CPI insgesamt legte im Dezember 2025 um 0.3% gegenüber dem Vormonat zu – wie erwartet – und die Jahresrate blieb bei 2.7%, ebenfalls im Rahmen des Konsenses.
Politisch verschärfte Präsident Donald Trump am Montag den Ton gegenüber Iran: Er kündigte 25% Zölle auf Waren aus Ländern an, die mit Iran Geschäfte machen, und sagte, die Maßnahme gelte sofort, ohne weitere Details zu nennen. Am Sonntag hatte Trump zudem gesagt, Handeln könne bereits vor einem Treffen notwendig sein, auch wenn er zugleich erklärte, Irans Führung habe sich gemeldet und wolle „to negotiate“ – nach seinen militärischen Drohungen.
Zur Fed-Debatte heißt es, US-Bundesstaatsanwälte hätten Fed-Chef Jerome Powell im Zusammenhang mit Aussagen zum Renovierungsprojekt eines Gebäudes mit einer Anklage gedroht, was Fragen zur Unabhängigkeit der Notenbank auslöst. Die Trump-Administration drängt die Fed zu Zinssenkungen; Powell bezeichnete die Drohung als „pretext“, um Einfluss auf die Politik zu nehmen.
Auch der Arbeitsmarkt bleibt im Hintergrund relevant: Die NFP stiegen im Dezember um 50,000, unter 56,000 im November (revidiert von 64,000) und unter der Erwartung von 60,000. Die Arbeitslosenquote sank zugleich auf 4.4% (von 4.6%), während die Average Hourly Earnings auf 3.8% YoY stiegen (nach 3.6%). Tom Barkin, Präsident der Richmond Fed, bezeichnete den Rückgang der Arbeitslosenquote als begrüßenswert und das Jobwachstum als moderat, aber stabil; außerhalb von Healthcare oder AI sei es jedoch schwer, Unternehmen zu finden, die einstellen.
Technik: Aufwärtstrend intakt, aber Warnsignal durch „Ascending Wedge“
Gold handelt am Mittwoch um $4,620. Im Tageschart wird ein entstehendes Ascending Wedge beschrieben – ein Muster, das auf nachlassendes Aufwärtsmomentum hindeuten kann und eine mögliche bearishe Umkehr warnt, falls der Kurs mit Volumen unter die untere Trendlinie fällt.

Die 9-day EMA liegt über der 50-day EMA, was den bullischen Bias bestätigt. Gold hält sich zudem über der schnelleren Durchschnittslinie; die Steigung der 50-Tage-Linie bleibt positiv.
Der 14-day RSI liegt bei 71.39 (überkauft), was auf gestrecktes Momentum hinweist, obwohl der Trend noch hält.
Widerstand: das Rekordhoch bei $4,634.64 (December 13) – zugleich nahe der oberen Begrenzung des Wedges. Ein Ausbruch darüber könnte $4,650 öffnen.
Unterstützung: zunächst die 9-day EMA bei $4,520.01, danach die untere Wedge-Begrenzung um $4,470.00.
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