AUD/JPY bleibt im positiven Bereich und wird während der asiatischen Handelsstunden am Montag um 104,90 gehandelt. Das Währungspaar bleibt stärker, da der japanische Yen (JPY) unter Druck steht aufgrund von fiskalischen Bedenken über die großangelegten Ausgabenpläne von Premierministerin Sanae Takaichi zur Ankurbelung des Wachstums. Händler beobachten auch mögliche Währungsinterventionen, da Wirtschaftsführer die Regierung drängen, die Schwäche des Yen anzugehen.
Der Gouverneur der Bank of Japan (BoJ), Kazuo Ueda, bekräftigte, dass die Zentralbank die Zinsen weiter erhöhen wird, wenn die wirtschaftlichen und preislichen Prognosen realisiert werden. Ueda sagte, dass die Anpassung des Grads der monetären Unterstützung helfen würde, nachhaltiges Wachstum zu erreichen, und erwartet, dass die japanische Wirtschaft einen Zyklus moderater Lohn- und Preiserhöhungen aufrechterhält.
Der Aufwärtstrend des risikosensitiven AUD/JPY-Paares könnte durch die Nachfrage nach sicheren Anlagen eingeschränkt werden, die durch einen erneuten Anstieg geopolitischer Risiken nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro durch die Vereinigten Staaten (US) ausgelöst wurde.
Chinas RatingDog veröffentlichte am Montag den Einkaufsmanager-Index (EMI) für den Dienstleistungssektor, der im Dezember auf 52,0 von 52,1 im November fiel. Es ist wichtig zu beachten, dass jede Veränderung in der chinesischen Wirtschaft den AUD beeinflussen könnte, da China und Australien enge Handelspartner sind.
Der AUD könnte Unterstützung finden, da die Erwartungen an Zinserhöhungen durch die Reserve Bank of Australia (RBA) wachsen. Händler warten auf den CPI-Bericht für das vierte Quartal Australiens am 28. Januar, wobei Analysten sagen, dass ein stärker als erwarteter Kerninflationswert eine Zinserhöhung bei der Sitzung der RBA am 3. Februar auslösen könnte.
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.