GBP/USD schwächt sich auf nahe 1,3150, da die Erwartungen an eine Zinssenkung der BoE aufgrund schwacher britischer Daten wachsen

Quelle Fxstreet
  • GBP/USD schwächt sich auf etwa 1,3155 im frühen asiatischen Handel am Montag.
  • Schwächere wirtschaftliche Daten aus dem Vereinigten Königreich haben die BoE dazu veranlasst, im Dezember eine weitere Zinssenkung vorzunehmen. 
  • Analysten glauben, dass die Wiederaufnahme der US-Wirtschaftsdaten Schwächen auf dem Arbeitsmarkt und eine potenzielle Verlangsamung zeigen wird.

Das Währungspaar GBP/USD fällt im frühen asiatischen Handel am Montag auf etwa 1,3155. Das Pfund Sterling (GBP) schwächt sich gegenüber dem US-Dollar (USD) angesichts von Bedenken über die fiskalische Verschuldung des Vereinigten Königreichs und schwache wirtschaftliche Daten aus dem UK. Die externe Mitglied der Bank of England (BoE), Catherine Mann, wird später am Montag sprechen. 

Das Pfund verliert an Boden nach einem Bericht, dass der britische Premierminister Keir Starmer und Finanzministerin Rachel Reeves den Plan zur Erhöhung der Einkommensteuersätze aufgegeben haben, in einer dramatischen Wende vor dem Haushalt am 26. November.

Darüber hinaus haben die jüngsten wirtschaftlichen Daten aus dem Vereinigten Königreich, einschließlich der abkühlenden Lohnwachstums und schwächerer Bruttoinlandsprodukt (BIP)-Daten, weitere wirtschaftliche Bedenken ausgelöst und Wetten auf eine Zinssenkung im Dezember durch die BoE angeheizt. Dies könnte wiederum kurzfristig auf das GBP drücken. Wetten auf eine Senkung um 0,25 Prozentpunkte sind laut Reuters auf nahezu 80% Wahrscheinlichkeit gestiegen. 

Auf der anderen Seite bereiten sich die Händler auf einen Rückstau von US-Daten nach der Wiedereröffnung der Regierung vor, die voraussichtlich auf eine schwächelnde Wirtschaft hinweisen werden. Dies könnte den Greenback nach unten ziehen und Rückenwind für das wichtige Paar schaffen. 

Die Finanzmärkte rechnen nun mit einer Wahrscheinlichkeit von nahezu 54%, dass die US-Notenbank ihren Leitzins für Übernachtkredite um 25 Basispunkte (bps) auf ihrer Dezembersitzung senken wird, was einem Rückgang von 62,9% Wahrscheinlichkeit entspricht, die die Märkte Anfang letzter Woche eingepreist hatten, laut dem CME FedWatch Tool.

Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.

Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.

Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.


 

 

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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