Das Paar USD/CHF hält sich im frühen asiatischen Handel am Montag positiv um die 0,7695-Marke. Die Händler bewerten weiterhin die Auswirkungen des eskalierenden Krieges im Nahen Osten, nachdem die USA und Israel am Wochenende Iran angegriffen haben. Das Institute for Supply Management (ISM) wird später am Montag seinen Einkaufsmanagerindex (EMI) für das verarbeitende Gewerbe für Februar veröffentlichen.
Die USA und Israel haben am Wochenende "große Kampfoperationen" im Iran begonnen. Iran hat mit dem Abschuss von Drohnen und Raketen auf israelische und amerikanische Ziele, einschließlich der Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Katar, Kuwait und Jordanien, reagiert.
Im Iran wurde der Oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei getötet, nachdem die USA und Israel einen "massiven" und andauernden Angriff auf die Führung und das Militär des Iran gestartet hatten, so CNBC. Die Gruppe wird das Land weiterhin führen, bis ein neuer Führer benannt wird.
Die Händler werden die Entwicklungen im Zusammenhang mit dem US-Iran-Konflikt genau beobachten. Jegliche Anzeichen für eskalierende Spannungen im Nahen Osten könnten die sichere Währung, wie den Schweizer Franken (CHF), kurzfristig stärken.
Andererseits könnte ein stärker als erwarteter Bericht über den US-Erzeugerpreisindex (EPI) den Greenback gegenüber dem CHF aufwerten. Der Gesamt-US-EPI stieg im Januar um 0,5% im Monatsvergleich und übertraf damit die Prognose von 0,3%. Die Marktteilnehmer erwarten nun weitgehend, dass die US-Notenbank (Fed) die Zinsen auf der Sitzung im März stabil halten wird.
Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.
Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.
Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.