EUR/USD stürzt unter 1,1800, da die Unruhen im Nahen Osten die Nachfrage nach US-Dollar anheizen

Quelle Fxstreet
  • EUR/USD zieht einige Verkäufer um 1,1770 in der frühen asiatischen Sitzung am Montag an. 
  • Frische Ängste über die Spannungen im Nahen Osten führten zu einem Rückgang der risikoempfindlichen Währungen.
  • Händler bewerten das Ausmaß der US-Angriffe und der iranischen Vergeltung. 

Das Paar EUR/USD fällt während der frühen asiatischen Sitzung am Montag auf fast 1,1770, belastet durch eine erneute Nachfrage nach dem US-Dollar (USD). Der Greenback gewinnt gegenüber dem Euro (EUR) an Stärke, da der Konflikt im Nahen Osten die Ängste der Händler verstärkt und die sicheren Häfen stärkt. 

Der oberste Führer Irans, Ayatollah Ali Khamenei, wurde getötet, nachdem die Vereinigten Staaten (US) und Israel einen "massiven" und andauernden Angriff auf die iranische Führung und das Militär gestartet haben, berichtet CNBC. Luftangriffe finden weiterhin im gesamten Nahen Osten statt, wobei iranische Raketen auf Tel Aviv und Länder des Persischen Golfs abzielen. Israel führt auch weiterhin Angriffe auf Iran durch. Ängste vor einer sich ausweitenden Eskalation der Konflikte könnten kurzfristig einige Unterstützung für sichere Hafenwährungen wie den USD bieten.

Händler werden laut John Briggs, Leiter der US-Zinsstrategie bei Natixis, die Strategie "Hafen zuerst, Fragen später" verfolgen. "Das Ausmaß der Angriffe und der iranischen Vergeltung ist größer als vom Markt erwartet," sagte er.

Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.

Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.

Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.

Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.

Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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