Silber markiert Allzeithoch: Gewinnmitnahmen nach dem Fed-Entscheid

Autor: Mitrade Team
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  • Rekordjagd: Silber (XAG/USD) erreichte im frühen Handel ein neues Allzeithoch bei 62,87 US-Dollar, bevor Gewinnmitnahmen den Kurs auf 62,00 US-Dollar drückten.

  • Fed-Signale: Die Notenbank senkte den Zins um 25 Basispunkte, signalisierte jedoch für 2026 einen deutlich flacheren Senkungspfad.

  • Währungsumfeld: Der US-Dollar-Index (DXY) stabilisiert sich nach einem Rutsch auf ein Siebenwochentief (98,50 Punkte) nur mühsam.

Der Silberpreis (XAG/USD) legt nach seinem jüngsten Rekordlauf eine Atempause ein. In der asiatischen Sitzung am Donnerstag korrigierte das Edelmetall auf das Niveau von rund 62,00 US-Dollar, nachdem es zuvor ein frisches Allzeithoch bei 62,87 US-Dollar markiert hatte.

Marktbeobachter werten die aktuelle Bewegung als klassische „Konsolidierung auf hohem Niveau“. Auslöser ist eine komplexe Gemengelage nach der jüngsten Sitzung der US-Notenbank (Fed), die zwar an der Zinsschraube drehte, den Märkten jedoch keinen Freifahrtschein für aggressive weitere Lockerungen ausstellte.

Geldpolitik: Ein Zinsschritt mit restriktivem Unterton

Die Federal Reserve senkte ihren Leitzinskorridor am Mittwoch erwartungsgemäß um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Doch während der Schritt selbst eingepreist war, sorgte der Ausblick für Gesprächsstoff.

Fed-Chef Jerome Powell betonte in der anschließenden Pressekonferenz, dass die Hürden für zusätzliche Zinssenkungen hoch lägen. Die Währungshüter machten ihre künftigen Entscheidungen strikt von der Datenlage abhängig („data-dependent“).

Besonders aufschlussreich war der Blick auf die aktualisierten Projektionen („Dot Plot“):

Die Prognose: Die Entscheidungsträger verorten den Federal Funds Rate bis Ende 2026 bei etwa 3,4 Prozent.

Die Implikation: Dies impliziert, dass für das gesamte kommende Jahr 2026 lediglich eine einzige weitere Zinssenkung um 25 Basispunkte vorgesehen ist.

Trotz dieses eher verhaltenen Ausblicks bleibt das fundamentale Umfeld für unverzinsliche Anlagen wie Silber positiv, da die realen Opportunitätskosten durch den aktuellen Schritt weiter gesunken sind.

US-Dollar unter Druck: Ein Segen für Rohstoffe

Flankiert wird der Silberpreis durch eine anhaltende Schwäche des US-Dollars. Der US-Dollar-Index (DXY), der die Stärke des Greenback gegenüber einem Korb wichtiger Handelswährungen misst, rutschte zu Handelsbeginn auf ein Siebenwochentief bei 98,50 Punkten.

Zwar konnte sich der Index im weiteren Verlauf leicht auf 98,70 Punkte erholen, doch das technische Bild bleibt angeschlagen. Ein schwächerer Dollar verbilligt Rohstoffe für Investoren außerhalb des Dollarraums und stützt damit strukturell die Nachfrage.

Charttechnik: Überhitzt, aber im Trend

Aus technischer Sicht bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend unantastbar, wenngleich Warnsignale für eine kurzfristige Überhitzung vorliegen.

Der Trend: XAG/USD notiert weit oberhalb der 20-Tage-Linie (EMA), die aktuell bei 56,24 US-Dollar verläuft. Dieser steile Anstieg unterstreicht die Dominanz der Bullen.

Das Momentum: Der 14-Tage-Relative-Stärke-Index (RSI) notiert mit einem Wert von 76,52 tief im überkauften Bereich (>70). Dies deutet statistisch oft auf eine bevorstehende Seitwärtsphase oder Konsolidierung hin, um die „hitze“ aus dem Markt zu nehmen.

Der Ausblick: Solange Rücksetzer oberhalb der 20-Tage-Linie aufgefangen werden, gilt der Trend als intakt. Ein Tagesschlusskurs über der Marke von 63,00 US-Dollar würde das Momentum neu entfachen. Erst ein Bruch der gleitenden Durchschnitte würde das bullische Basisszenario infrage stellen.


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