Der USD/CHF gewinnt im zweiten aufeinanderfolgenden Handelstag an Boden und notiert während der asiatischen Handelsstunden am Dienstag bei etwa 0,7810. Das Paar steigt, da der US-Dollar (USD) aufgrund der erhöhten Nachfrage nach sicheren Anlagen im Zuge des Krieges im Nahen Osten an Stärke gewinnt.
Präsident Donald Trump sagte, die "große Welle" von Angriffen auf den Iran im laufenden Konflikt stehe noch bevor. Marco Rubio fügte hinzu, dass die USA sich auf einen "deutlichen Anstieg" der Angriffe auf den Iran in den nächsten 24 Stunden vorbereiten. Berichten zufolge haben die USA und Israel Tausende von Zielen im Iran angegriffen und ihre gemeinsame Kampagne ausgeweitet.
Ein Bericht von Reuters zitierte Ebrahim Jabari, den leitenden Berater des Oberbefehlshabers der Islamischen Revolutionsgarde, mit den Worten: "Die Straße von Hormuz ist geschlossen. Wenn jemand versucht, hindurchzufahren, werden die Revolutionsgarden und die reguläre Marine diese Schiffe in Brand setzen."
Auf der Datenseite fiel der ISM-EMI des verarbeitenden Gewerbes im Februar von 52,6 im Januar auf 52,4, übertraf jedoch die Erwartungen von 51,8. Der Beschäftigungsindex im verarbeitenden Gewerbe verbesserte sich von 48,1 auf 48,8, blieb jedoch im Kontraktionsbereich.
In der Zwischenzeit steigt das USD/CHF-Paar, da der Schweizer Franken (CHF) sich aufgrund der Erwartungen, dass die Schweizerische Nationalbank eine akkommodierende Geldpolitik beibehalten wird, schwächt. Die Inflation in der Schweiz blieb im Januar mit 0,1% im Jahresvergleich stabil und entsprach dem Wert vom Dezember, wodurch sie am unteren Ende des Preisstabilitätsbereichs der SNB von 0%–2% blieb.
Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.
Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.
Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.