US-Dollar-Index gewinnt an Stärke und nähert sich 99,00 aufgrund der Spannungen im Nahen Osten und robuster US-Daten zum Dienstleistungssektor

Quelle Fxstreet
  • Der US-Dollar-Index stärkt sich auf etwa 99,00 im frühen europäischen Handel am Donnerstag. 
  • Ängste vor einem langwierigen Krieg im Nahen Osten fördern die Zuflüsse in sichere Häfen und unterstützen den DXY. 
  • Die Aktivität im US-Dienstleistungssektor stieg im Februar auf ein 3,5-Jahres-Hoch. 

Der US-Dollar-Index (DXY), ein Index, der den Wert des US-Dollars (USD) im Vergleich zu einem Korb von sechs Weltwährungen misst, handelt derzeit während der frühen europäischen Handelsstunden am Donnerstag nahe 99,00. Der DXY steigt angesichts von Unsicherheit und anhaltenden geopolitischen Risiken im Nahen Osten.

Israel gab bekannt, dass es neue Angriffe auf Iran sowie auf das, was es als Infrastruktur der Hisbollah in Beirut bezeichnete, startet. In der Zwischenzeit wies die iranische Regierung Berichte zurück, dass sie eine Nachricht an die USA im laufenden Konflikt gesendet habe. 

Teheran erklärte, dass die Streitkräfte sich auf einen langfristigen Krieg vorbereitet hätten, anstatt zu verhandeln. Ängste vor einem langwierigen Krieg könnten Händler kurzfristig in Richtung sicherer Währungen wie den US-Dollar treiben. 

Die wirtschaftliche Aktivität im US-Dienstleistungssektor gewann im Februar an Schwung, wobei der SM Services PMI von 53,8 im Januar auf 56,1 stieg. Diese Zahl übertraf die Markterwartungen von 53,5. Die robusten Wirtschaftsdaten könnten zum Anstieg des DXY beitragen. 

Die Märkte erwarten allgemein, dass die US-Notenbank (Fed) den Zinssatz bis zum Sommer unverändert lässt, obwohl US-Präsident Donald Trump niedrigere Zinsen gefordert hat.

US-Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der US-Dollar (USD) ist die offizielle Währung der Vereinigten Staaten und in vielen weiteren Ländern als „de facto“-Währung im Umlauf. Er ist die am häufigsten gehandelte Währung weltweit und dominiert mit 88 % des globalen Devisenhandels. Daten von 2022 zeigen, dass täglich ein Handelsvolumen von rund 6,6 Billionen US-Dollar umgesetzt wird. Der US-Dollar löste nach dem Zweiten Weltkrieg das Britische Pfund als Weltreservewährung ab, nachdem der Goldstandard 1971 abgeschafft wurde.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des US-Dollars beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Federal Reserve (Fed) bestimmt wird. Die Fed hat zwei Hauptziele: Preisstabilität (Inflationskontrolle) und Förderung der Vollbeschäftigung. Ihr primäres Werkzeug zur Erreichung dieser Ziele ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Preise zu schnell steigen und die Inflation über dem Ziel von 2 % liegt, erhöht die Fed die Zinsen, was dem Wert des US-Dollars zugutekommt. Fällt die Inflation unter 2 % oder ist die Arbeitslosenquote zu hoch, senkt die Fed möglicherweise die Zinsen, was den Greenback belastet.

In außergewöhnlichen Situationen greift die Federal Reserve auf Maßnahmen wie die quantitative Lockerung (QE) zurück. Dies geschieht, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um das Finanzsystem zu stabilisieren. QE ermöglicht es der Fed, mehr Geld zu drucken und US-Staatsanleihen von Banken zu kaufen, um die Kreditvergabe anzukurbeln. Diese expansive Maßnahme schwächt in der Regel den US-Dollar, da sie die Geldmenge erhöht und das Vertrauen in die Währung senkt.

Quantitative Tightening (QT) stellt den umgekehrten Prozess zu Quantitative Easing (QE) dar. Die US-Notenbank Federal Reserve beendet den Ankauf von Anleihen und investiert die fällig werdenden Rückzahlungen nicht in neue Anleihen. In der Regel wirkt sich dieser Prozess positiv auf den US-Dollar aus.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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