EUR/USD erholt sich von frühen Verlusten, da Iran Bereitschaft für einen Waffenstillstand signalisiert

Quelle Fxstreet
  • EUR/USD erholt sich von seinen frühen Verlusten und springt auf fast 1,1625, während die Spannungen zwischen den USA und dem Iran nachlassen.
  • Der Iran zeigt sich bereit, sein Atomprogramm aufzugeben, wenn die USA ein lohnendes Angebot machen.
  • Dovish-Wetten auf die Fed für die Juli-Sitzung haben nach positiven US-Daten nachgelassen.

Das Paar EUR/USD holt einen Großteil seiner frühen Verluste zurück und steigt während der europäischen Handelszeit am Donnerstag auf fast 1,1625, liegt jedoch immer noch leicht im Minus. Das wichtige Währungspaar erholt sich, da die Nachfrage nach sicheren Anlagen nach den Kommentaren des stellvertretenden iranischen Außenministers Saeed Khatibzadeh, dass der Iran bereit sei, den Krieg mit Israel und den Vereinigten Staaten (US) zu beenden und seine Atompläne aufzugeben, wenn Washington ein lohnendes Angebot macht, nachgelassen hat.

"Der Iran ist bereit, sein Atomprogramm aufzugeben, sofern die Vereinigten Staaten ein lohnendes alternatives Angebot unterbreiten," sagte Khatibzadeh, berichtete Sky News Arabia.

Während des europäischen Handels liegt der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, um 0,15% höher bei fast 99,00, hat jedoch einen Großteil der Gewinne abgegeben.

In der Zwischenzeit wird erwartet, dass die nachlassenden dovishen Aussichten der Federal Reserve (Fed) aufgrund positiver US-Daten den US-Dollar weiterhin stützen. Die Daten zeigten am Mittwoch, dass der ADP 63.000 neue Arbeitsplätze im privaten Sektor im Februar gemeldet hat, was deutlich über den Schätzungen von 50.000 und dem vorherigen Wert von 11.000 liegt. Der EMI für den Dienstleistungssektor lag mit 56,1 höher, während ein Rückgang auf 53,5 von 53,8 im Januar erwartet wurde.

Laut dem CME FedWatch-Tool haben sich die Chancen, dass die Fed die Zinssätze in der Juli-Sitzung senkt, auf 50,2% erhöht, nachdem sie am Dienstag bei 37,9% lagen.

In der Eurozone sinken die Einzelhandelsumsätze im Januar um 0,1% im Vergleich zum Vormonat (MoM), während ein Anstieg von 0,3% erwartet wurde. Im Dezember stieg der Maßstab für die Konsumausgaben um 0,2%, was positiv von -0,5% revidiert wurde.

 

Risikostimmung - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.

In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.

Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.

Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.


Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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