Der Devisenstratege Lee Hardman von MUFG verweist darauf, dass der US-Dollar-Index seine zu Wochenbeginn erzielte Erholung rasch wieder abgegeben hat und sich inzwischen wieder dem Niveau vor Ausbruch der Spannungen nähert. Hintergrund ist wachsender Optimismus über weitere Gespräche zwischen den USA und dem Iran sowie eine mögliche Entspannung im Nahen Osten. Während US-Dollar und japanischer Yen schwächer tendierten, führten skandinavische und rohstoffnahe Währungen die Gewinne innerhalb der G10 an. Dies erhöhe die Abwärtsrisiken für die aktualisierten Dollar-Prognosen von MUFG.
"Die Erholung des US-Dollars zu Beginn dieser Woche hat sich als kurzlebig erwiesen, da der Dollar-Index diese Gewinne und mehr über Nacht rasch wieder abgegeben hat und sich nun wieder dem Niveau vor dem Nahostkonflikt annähert."
"Die weitere Umkehr der Dollarstärke wurde durch neuen Optimismus der Anleger ausgelöst, dass die USA und der Iran weiter auf eine Einigung hinarbeiten werden, um den Konflikt zu beenden."
"Am Devisenmarkt gehörten in diesem Monat die Währungen der G10-Staaten zu den stärksten, die von wachsendem Anlegeroptimismus hinsichtlich einer weiteren Entspannung im Nahostkonflikt profitierten. Besonders gefragt waren die skandinavischen Währungen, die norwegische Krone und die schwedische Krone, dicht gefolgt von den rohstoffnahen Währungen wie dem neuseeländischen und dem australischen Dollar, während der US-Dollar und der Yen hinterherhinkten."
"Das Ausbleiben einer weiteren Aufwertung des US-Dollars trotz des Energieschocks ist eindeutig als negatives Signal zu werten und erhöht die Abwärtsrisiken für unsere aktualisierten Prognosen."
"Die jüngsten Entwicklungen haben dazu beigetragen, dass der Ölpreis wieder unter 100 US-Dollar je Barrel gefallen ist und sich die globalen Aktienmärkte wieder ihren Rekordständen angenähert haben."