Goldpreis sinkt vor Veröffentlichung des US-PCE-Preisindex und hält sich über der Marke von 2.300 USD
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Der Goldpreis hat Schwierigkeiten, von dem starken Anstieg über Nacht von einem Zweiwochentief zu profitieren.
Die Unsicherheit über Zinssenkungen der Fed trägt dazu bei, den Korrekturrückgang des USD zu begrenzen und begrenzt die Gewinne für das Metall.
Händler scheinen auch zurückhaltend zu sein, aggressive Wetten vor der Veröffentlichung des wichtigen US-PCE-Preisindex zu platzieren.
Der Goldpreis (XAU/USD) verzeichnete am Donnerstag starke Gewinne von über 1% und beendete eine zweitägige Verlustserie, die am Vortag ein Zweiwochentief erreichte. Weichere US-Makrodaten, die am Donnerstag veröffentlicht wurden, deuten darauf hin, dass das Wachstumsmomentum in der größten Volkswirtschaft der Welt nachlässt. Dies kommt zusätzlich zu Anzeichen nachlassenden Inflationsdrucks und bestätigt die Markterwartungen, dass die Federal Reserve (Fed) mit Zinssenkungen beginnen wird. Dies führte zu einem nächtlichen Rückgang der Renditen von US-Staatsanleihen in diesem Jahr, was den Korrekturrückgang des US-Dollars (USD) von seinem höchsten Stand seit Anfang Mai auslöste und dem Edelmetall zugutekam.
Darüber hinaus sorgten geopolitische Spannungen im Nahen Osten und der anhaltende Russland-Ukraine-Krieg für zusätzlichen Auftrieb beim sicheren Hafen Gold. Der Aufwärtstrend für XAU/USD bleibt jedoch begrenzt, da die Bullen zögern, aggressive Wetten abzuschließen, und lieber auf weitere Hinweise zum Zinssenkungspfad der Fed warten. Daher liegt der Fokus weiterhin auf dem US Personal Consumption Expenditures (PCE) Price Index, der später während der nordamerikanischen Sitzung veröffentlicht wird. Die entscheidenden US-Inflationsdaten werden die Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Politikentscheidungen der Fed beeinflussen und die kurzfristige Richtung des unverzinslichen gelben Metalls bestimmen.
Täglicher Marktbericht: Goldpreis wartet auf US-PCE für weitere Hinweise auf den Zinssenkungspfad der Fed
Die weichen US-Makrodaten, die am Donnerstag veröffentlicht wurden, verstärkten die Wetten auf einen bevorstehenden Beginn des Zinssenkungszyklus der Federal Reserve in diesem Jahr und lösten eine Short-Covering-Rallye beim Goldpreis aus.
Das reale US-BIP-Wachstum für das erste Quartal wurde auf eine annualisierte Rate von 1,4% nach oben korrigiert, markierte jedoch den langsamsten Anstieg seit dem Frühjahr 2022 und bestätigte eine starke Verlangsamung gegenüber 3,4% im Vorquartal.
Das US Census Bureau berichtete, dass die Aufträge für langlebige Güter im Mai um 0,1% gestiegen sind, verglichen mit einem erwarteten Rückgang von 0,1% und dem Wachstum von 0,6% (revidiert von 0,7%) im Vormonat.
Das Arbeitsministerium berichtete separat, dass die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in der Woche zum 22. Juni auf 233.000 gefallen sind, aber der gleitende Vier-Wochen-Durchschnitt stieg auf 236.000, den höchsten Stand seit letztem September.
Darüber hinaus gingen die ausstehenden Hausverkäufe in den USA – ein Frühindikator für Hausverkäufe basierend auf Vertragsabschlüssen – im Mai unerwartet um 2,1% zurück, auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2001.
Dies kommt zusätzlich zu den schwachen Einzelhandelsumsätzen in den USA im Mai und Anzeichen dafür, dass die Inflation nachlässt, was es der Fed ermöglichen sollte, die Kreditkosten bereits auf der September-Sitzung zu senken.
Der US-Dollar fand jedoch einige Unterstützung durch Kommentare der Fed-Gouverneurin Michelle Bowman, die sagte, dass wir noch nicht an dem Punkt sind, um eine Zinssenkung in Betracht zu ziehen, da die Aufwärtsrisiken für die Inflation bestehen bleiben.
Dies begrenzt wiederum weitere Gewinne für den XAU/USD vor der Veröffentlichung des US Personal Consumption Expenditures (PCE) Price Index – dem bevorzugten Inflationsmaß der Fed – später an diesem Freitag.
Technische Analyse: Goldpreis scheitert vor der 50-Tage-SMA-Unterstützung, die nun zum Widerstand wird
Aus technischer Sicht stockte die positive Bewegung über Nacht vor dem 50-Tage-SMA-Unterstützungspunkt, der nun zum Widerstand geworden ist. Diese Barriere liegt derzeit in der Region von 2.337-2.338 USD, die nun als wichtiger Dreh- und Angelpunkt fungieren sollte. Eine anhaltende Stärke darüber hinaus könnte den Goldpreis zurück in die Angebotszone von 2.360-2.365 USD heben. Weiteres Kaufinteresse würde jede kurzfristige negative Tendenz negieren und den Bullen ermöglichen, die runde Marke von 2.400 USD zurückzuerobern. Das Momentum könnte sich weiter ausdehnen und das Allzeithoch um die 2.450 USD-Marke, das im Mai erreicht wurde, herausfordern.
Auf der anderen Seite dürfte die runde Marke von 2.300 USD den unmittelbaren Rückgang vor der horizontalen Unterstützung bei 2.285 USD schützen. Ein überzeugender Durchbruch darunter wird als neues Signal für bärische Händler angesehen und den Goldpreis zur 100-Tage-SMA ziehen, die sich derzeit in der Nähe von 2.250 USD befindet. Der XAU/USD könnte schließlich in die Region von 2.225-2.220 USD fallen und sich in Richtung der runden Marke von 2.200 USD bewegen.
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