TradingKey – Am 10. September veröffentlichte JPMorgan (JPM) einen neuen Research-Bericht und nahm die Beobachtung von SK Hynix (SKHY) mit der Einstufung „Overweight“ und einem Kursziel von 245 US-Dollar auf.
Die Bank geht davon aus, dass der anhaltende Ausbau der KI-Infrastruktur die Speicherbranche in einen längeren Aufwärtszyklus führen wird, und bewertet das Gewinnwachstumspotenzial von SK Hynix in diesem Expansionszyklus optimistisch. Daher rät sie Anlegern, Kursrücksetzer zum Kauf zu nutzen.
Auch der Aktienkurs von SK Hynix entwickelte sich zuletzt stark. Im gestrigen US-Handel stieg die Aktie des Unternehmens um 7,05 % auf ein Allzeithoch, was zeigt, dass der Markt weiterhin hohe Erwartungen an die durch KI getriebene Nachfrage nach HBM und High-End-Speichern stellt.

Quelle: Google Finance
JPMorgan rechnet damit, dass dieser von der KI-Nachfrage angetriebene Speicher-Aufwärtszyklus mehr als fünf Jahre anhalten könnte, wobei die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) des Gewinns je Aktie von SK Hynix in den nächsten zwei Jahren voraussichtlich 34 % erreichen wird. Nach Einschätzung der Bank hat sich das Unternehmen durch langfristige Verträge bereits über 50 % seiner Kapazität gesichert. Dies erhöht nicht nur die Visibilität der künftigen Geschäftsentwicklung, sondern ermöglicht es dem Unternehmen auch, noch umfassender von der steigenden Nachfrage nach Hochleistungsspeichern in KI-Servern zu profitieren.
Neben den Gewinnerwartungen ist auch die Kapitalrückgabe-Politik von SK Hynix eine wesentliche Grundlage für die optimistische Haltung von JPMorgan. Das Unternehmen hat seinen Pool für Aktionärsrenditen auf über 50 % des freien Cashflows angehoben. Angesichts der sich verbessernden Profitabilität und des anhaltenden Cashflow-Wachstums dürften aktivere Aktionärsrückgaben die Attraktivität des Unternehmens für Anleger weiter steigern und den Markt zu einer Neubewertung der Aktie veranlassen.
Unterdessen äußert sich auch Goldman Sachs (GS) positiv zur Speicherchip-Branche. Die Bank ist der Ansicht, dass der bisherige Abwärtsdruck auf die Speicherindustrie schrittweise nachgelassen haben könnte, während die Aktienkurse von Micron Technology (MU) und SanDisk (SNDK) aus ihren vorherigen Konsolidierungstrends ausgebrochen sind und die Kapitalallokation des Marktes in Speicheraktien weiterhin niedrig ist. Die Bank geht davon aus, dass einige Anleger ihr Engagement im Speichersektor wieder aufstocken könnten, wenn sich die Fundamentaldaten weiter verbessern.
Der Speichermarkt selbst bleibt jedoch hochzyklisch, und Chippreise, Angebotsausweitung sowie die Nachfrage der Endnutzer können sich rasch verändern. Goldman Sachs gab zudem zu bedenken, dass die jüngsten technischen Ausbrüche bei Speicheraktien letztlich durch Gewinnwachstum bestätigt werden müssen. Während die KI-Nachfrage somit stark bleibt, muss der Markt weiterhin beobachten, ob die tatsächliche Finanzentwicklung der Unternehmen mit der Kursentwicklung Schritt halten kann.