TradingKey – Ein Ölpreisanstieg über 100 US-Dollar schürt Sorgen vor einer Zweitrundeninflation, während sich der KOSPI der Marke von 7.000 Punkten nähert, der Nikkei unter 65.000 Punkte fällt und Halbleiteraktien auf breiter Front schwächer tendieren.
Im asiatischen Handel am 10. September eröffneten die Aktienmärkte in Japan und Südkorea im frühen Handel schwächer, wobei die Stimmung insgesamt von Zurückhaltung geprägt war. Der südkoreanische KOSPI Index verlor 0,62 % und näherte sich mit 7.008,00 Punkten der Marke von 7.000 Punkten. Wichtige Technologie- und Chip-Aktien gaben durchweg nach: Samsung Electronics fiel um 0,93 % auf 267.000 KRW, und SK Hynix eröffnete mit einem Minus von 0,27 % bei 1.851.000 KRW.
KOSPI Index-Chart, Quelle: TradingView
Der Nikkei 225 Index eröffnete mit einem Minus von 0,62 %, fiel unter die Marke von 65.000 Punkten und lag bei 64.743,70 Punkten. Bei den beiden Schwergewichten entwickelte sich der Trend unterschiedlich: Während SoftBank um 0,73 % auf 6.860 JPY stieg, verlor Kioxia 0,67 % auf 56.620 JPY.
Die Renditen von US-Staatsanleihen blieben hoch und belasteten die Eröffnung hoch bewerteter Technologie- und Wachstumswerte. Am vorangegangenen Handelstag (9. September) setzten die US-Aktienmärkte ihre Talfahrt fort; die drei Hauptindizes verzeichneten den dritten Handelstag in Folge Verluste, wobei der Dow Jones um 0,77 % und der Nasdaq um 0,64 % nachgaben. Führende Technologieaktien wie Nvidia (NVDA) und Apple (AAPL) gaben durchweg nach, was die Risikoaversion im frühen asiatischen Handel verstärkte. Die Stärke von Speicherchip-Aktien stützte jedoch die Kurse von Samsung Electronics und SK Hynix.
Darüber hinaus schürten anhaltende geopolitische Spannungen weiterhin die Sorgen um die Energieversorgung. Die Rohölpreise stiegen weiter; Brent-Öl (UKOIL) überschritt heute Morgen kurzzeitig die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel und WTI-Öl (USOIL) stieg auf über 96 US-Dollar pro Barrel. Da Japan und Südkorea stark von Energieimporten abhängig sind, verstärkte der Ölpreisanstieg die Marktsorgen vor einer heimischen Zweitrundeninflation und steigenden Unternehmenskosten.