OpenAI unterzeichnet mehrjährigen Compute-Deal in Malaysia; Firmus setzt Nvidia Vera Rubin im Asien-Pazifik-Raum im großen Maßstab ein

Quelle Tradingkey

TradingKey – OpenAI weitet die Beschaffung von Rechenkapazitäten verstärkt nach Südostasien aus. Am 8. September (Ortszeit Sydney) gab das australische KI-Infrastrukturunternehmen Firmus eine mehrjährige strategische Partnerschaft mit OpenAI bekannt. Im Rahmen der Vereinbarung wird Firmus OpenAI dedizierte Rechenleistung in zwei KI-Fabriken in Malaysia zur Verfügung stellen; OpenAI wird dabei zum Ankerkunden des Unternehmens.

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[Quelle: Firmus]

Infolge der Partnerschaft wird die vertraglich vereinbarte Rechenkapazität von Firmus über alle Kunden hinweg 900 Megawatt übersteigen. Keine der beiden Parteien hat den Vertragswert oder den genauen Umfang der von OpenAI bezogenen Rechenleistung offengelegt.

Malaysia ist ein zentraler Zielmarkt für die aktuelle Expansion von Firmus. Laut Reuters hat sich Malaysia zum am schnellsten wachsenden Rechenzentren-Markt in Südostasien entwickelt und zieht zunehmend Investitionen in KI-Infrastruktur an, da KI-Unternehmen darum konkurrieren, sich Strom und Rechenzentrumskapazitäten zu sichern.

Was für ein Unternehmen ist Firmus?

Firmus ist ein australisches Unternehmen für KI-Infrastruktur, und Nvidia (NVDA) hat sich sowohl an dessen Eigenkapitalfinanzierung beteiligt als auch als sein Technologiepartner fungiert.

Im August dieses Jahres schloss Firmus eine strategische Eigenkapitalfinanzierungsrunde im Volumen von 2 Milliarden US-Dollar mit einer Post-Money-Bewertung von über 10,5 Milliarden US-Dollar ab. Zu den weiteren beteiligten Institutionen gehörten Jane Street, Coatue und die Investmentplattform von Blackstone.

Firmus hat derzeit 7 KI-Fabriken in Australien, Singapur, Indonesien und Malaysia geplant, von denen 2 bereits in Betrieb sind und sich die verbleibenden 5 in der Entwicklung befinden. Das Unternehmen plant, diese Projekte im Laufe der nächsten 24 Monate in Betrieb zu nehmen.

Auch die Börsengangs-Pläne von Firmus haben kürzlich Aufmerksamkeit am Markt erregt. Medienberichten zufolge bereitet sich Firmus noch in diesem Jahr auf eine Notierung an der Australian Securities Exchange vor, wenngleich das Unternehmen bisher keinen offiziellen Zeitplan für den Börsengang bekannt gegeben hat.

Für Firmus, das seine KI-Infrastruktur rasch ausbaut, trägt die frühzeitige Bindung von Langzeitkunden wie OpenAI dazu bei, das Risiko ungenutzter neuer Rechenleistung zu verringern und künftige Umsätze berechenbarer zu machen. Da wesentliche Eckdaten wie Vertragswert und Beschaffungsvolumen jedoch noch nicht offengelegt wurden, lässt sich derzeit nicht beziffern, wie viel Umsatz OpenAI für Firmus generieren wird.

Was die Partnerschaft von OpenAI mit Firmus für Nvidia bedeutet

Nvidia gehört ebenfalls zu den Hauptprofiteuren dieser Partnerschaft, da diese in erster Linie einen weiteren Anwendungsfall für den großflächigen kommerziellen Einsatz von Vera Rubin in der Region Asien-Pazifik schafft.

Firmus bestätigte, dass die in Zusammenarbeit mit OpenAI errichtete KI-Fabrik das Rack-Scale-System Vera Rubin NVL72 einsetzen wird, wobei Nvidias DSX-AI-Factory-Plattform und die proprietäre HyperCube-Infrastruktur von Firmus genutzt werden. Zudem gab Firmus bekannt, dass Vera Rubin in der Region Asien-Pazifik in großem Umfang eingesetzt werden soll.

Vera Rubin ist Nvidias KI-Rechenplattform der nächsten Generation, die auf Blackwell folgt. Das NVL72 besteht aus 72 Rubin-GPUs und 36 Vera-CPUs, wobei die Rubin-GPUs mit 288 GB HBM4-Speicher ausgestattet sind.

Firmus hat bislang weder die genaue Beschaffungsmenge noch den Auftragswert oder den Zeitplan für die Auslieferung des NVL72 offengelegt. Zum jetzigen Zeitpunkt ist daher lediglich ein großflächiger Einsatzplan bestätigt und noch kein Hardware-Auftrag von genanntem Umfang.

Das Firmus-Projekt ist zudem nicht der einzige Infrastruktur-Einsatzplan von OpenAI für Vera Rubin. Im Februar dieses Jahres kündigte OpenAI eine weitere Ausweitung seiner Partnerschaft mit Nvidia an. Nvidia beteiligte sich mit einer Investition von 30 Milliarden US-Dollar an der neuen Finanzierungsrunde von OpenAI. Auf der Infrastrukturseite wird OpenAI 5 GW an Vera-Rubin-Rechenleistung nutzen, darunter 3 GW an dedizierter Inferenzkapazität und 2 GW an Trainingskapazität. Diese Vereinbarung stellt eine weitere Verlängerung der bisherigen Zusammenarbeit beider Parteien dar.

Im September 2025 kündigten OpenAI und Nvidia Pläne an, Systeme von Nvidia mit mindestens 10 GW einzusetzen. Nvidia erklärte damals, im Zuge der schrittweisen Bereitstellung jedes 1-GW-Systems bis zu 100 Milliarden US-Dollar in OpenAI zu investieren, wobei der Beginn des Einsatzes des ersten 1-GW-Vera-Rubin-Systems für die zweite Hälfte des Jahres 2026 geplant ist.

Neben dem direkten Vorantreiben der großflächigen Entwicklung von KI-Infrastruktur gemeinsam mit Nvidia bezieht OpenAI auch externe Rechenleistung über KI-Infrastrukturanbieter wie Firmus.

Diese Unterzeichnung weitet die Beschaffung von Rechenleistung durch OpenAI weiter auf Malaysia aus und schafft zugleich ein weiteres Projekt zum großflächigen Einsatz von Vera Rubin in der Region Asien-Pazifik.

Für Anleger von Nvidia ist künftig besonders beachtenswert, wie viele Vera-Rubin-Systeme Firmus tatsächlich beschaffen wird und wie schnell sich die entsprechende Nachfrage in Umsatz für das Rechenzentren-Geschäft von Nvidia niederschlagen kann, sobald Rubin im großen Maßstab zum Einsatz kommt.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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