TradingKey - Am 20. August schloss der südkoreanische KOSPI-Index mit einem Plus von 5,89 % bei 6.852,58 Punkten. Im Tagesverlauf aktivierte die Korea Exchange einen Sidecar-Mechanismus und setzte KOSPI-Programmkaufaufträge aus. Unterdessen stieg der Nikkei 225 Index (JPN225) um 1,36 % auf 66.216,79 Punkte, was eine deutliche Erholung der Risikobereitschaft am Markt widerspiegelt.

Quelle: TradingView
Großkapitalisierte Technologieaktien waren der Haupttreiber für die Rallye bei südkoreanischen Titeln. SK Hynix schoss um 12,73 % auf 1.691.000 Won (ca. 1.215 US-Dollar) nach oben, während Samsung Electronics um 9,49 % auf 271.000 Won stieg.
Am japanischen Markt legte Kioxia um 6,01 % auf 52.950 Yen (ca. 334 US-Dollar) zu, und die SoftBank Group verzeichnete ein Plus von 3,06 % auf 5.387 Yen, da der Halbleiter- und der Technologiesektor auf breiter Front Kapitalzuflüsse anzogen.
Die starke Entwicklung südkoreanischer Chip-Aktien steht in engem Zusammenhang mit den kontinuierlichen Bemühungen der Unternehmen, die Aktionärsrendite zu steigern.
Berichten vom Donnerstag zufolge plant Samsung Electronics, im Anschluss an seine Verwaltungsratssitzung in diesem Monat einen neuen Plan zur Aktionärsrendite fertigzustellen, dessen Umfang voraussichtlich 100 Billionen Won (ca. 71,9 Milliarden US-Dollar) übersteigen wird. Nach dem derzeitigen Plan wird das Unternehmen 50 % seines freien Cashflows für die Aktionärsrendite aufwenden, wobei Bardividenden voraussichtlich als Hauptinstrument dienen werden.
SK Hynix gab am Mittwoch zudem bekannt, eigene Aktien im Wert von rund 40 Billionen Won (ca. 28,6 Milliarden US-Dollar) zurückzukaufen und einzuziehen, während sich das Unternehmen gleichzeitig dazu verpflichtete, von 2025 bis 2027 mindestens die Hälfte seines freien Cashflows für die Aktionärsrendite aufzuwenden.
JPMorgan (JPM) schätzt darüber hinaus, dass SK Hynix zusätzlich zu dem angekündigten Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 40 Billionen Won bis 2027 mindestens 130 Milliarden US-Dollar an die Aktionäre ausschütten könnte.
Bemerkenswert ist, dass vorläufige Daten der Bank of Korea vom Donnerstag zeigten, dass die Investitionen ausländischer Anleger in südkoreanische Finanzwerte im zweiten Quartal dieses Jahres rasch gewachsen sind. Ende Juni erreichten die ausländischen Gesamtinvestitionen 3,02 Billionen US-Dollar, was einem Anstieg von 891,2 Milliarden US-Dollar gegenüber dem ersten Quartal entspricht. Damit wurde erstmals die Marke von 3 Billionen US-Dollar überschritten, was zugleich den größten Anstieg in einem einzelnen Quartal seit Beginn der entsprechenden Datenerfassung durch die Zentralbank im Jahr 1994 darstellt.