TradingKey – Spekulationen über eine Fusion von Tesla (TSLA) und SpaceX (SPCX) gewinnen weiter an Dynamik. Bemerkenswert ist, dass mehrere Gäste im Podcast „The Brainstorm“ von Cathie Woods Ark Invest anmerkten, dass das China-Geschäft von Tesla zu einer komplexen regulatorischen Variable werden könnte, falls Tesla und SpaceX künftig eine Fusion anstreben. SpaceX betrifft die nationale Sicherheit der USA sowie Satellitenprojekte, während Teslas Gigafactory in Shanghai ein zentrales Fertigungs- und Exportdrehkreuz ist, was bedeutet, dass bestimmte Technologie- und Geschäftsbeziehungen einer strengeren Prüfung unterliegen könnten.
Die Analysten von Ark Invest sind jedoch der Ansicht, dass das China-Geschäft kein unüberwindbares Hindernis darstellt und durch die Schaffung relativ unabhängiger Vermögens- und Betriebsgrenzen gesteuert werden könnte. Zwar bleibt das Werk in Shanghai ein Kernvermögenswert für Tesla, doch da das Unternehmen seinen Schwerpunkt auf Robotaxis, autonomes Fahren und Robotik verlagert, könnte der Einfluss des China-Geschäfts auf seine künftige Bewertung sinken, und eine Transaktion könnte potenziell noch vor Ende 2026 angekündigt werden.
Zuvor gab es Marktgerüchte, wonach Tesla seine China-Aktivitäten verkaufen oder ausgliedern könnte, um den Weg für eine Fusion mit SpaceX zu ebnen. Elon Musk dementierte dies im Juli öffentlich und bezeichnete die Behauptungen als „absurde Falschmeldungen“, während auch Tesla China reagierte und erklärte, dass die Berichte unzutreffend seien.
Derzeit verstärken sich die geschäftlichen Verbindungen zwischen den beiden Unternehmen. SpaceX kaufte im zweiten Quartal Tesla Megapack-Energiespeicherbatterien im Wert von 295 Millionen US-Dollar, wodurch sich die Käufe im ersten Halbjahr auf 329 Millionen US-Dollar summierten. Darüber hinaus wurde Teslas frühere Investition in Höhe von 2 Milliarden US-Dollar in xAI in Eigenkapital von SpaceX umgewandelt, nachdem xAI in SpaceX integriert worden war. Es gibt nach wie vor keine offizielle Ankündigung darüber, ob Tesla und SpaceX letztendlich eine Fusion vollziehen werden.

Tesla 2-Stunden-Kurschart, Quelle: TradingView
Seit Erreichen eines lokalen Tiefs (297,38 US-Dollar) am 29. Juli erholt sich der Aktienkurs von Tesla weiter. Er hat nun das 0,236-Fibonacci-Retracement-Niveau (329,35 US-Dollar) zurückerobert.
Kurzfristig ist der Kurs gleichzeitig wieder über die gleitenden 5-, 10-, 20- und 40-Tage-Durchschnitte gestiegen, was zeigt, dass sich die Erholung nach dem kräftigen Einbruch fortsetzt. Da sich der Aktienkurs jedoch der 80-Tage-Linie und der vorherigen Breakdown-Zone nähert, gleicht die aktuelle Bewegung eher einer korrektiven Erholung innerhalb eines Abwärtstrends, und eine mittelfristige Trendwende kann noch nicht bestätigt werden.
Als kurzfristige Unterstützung steht vor allem das 0,236-Fibonacci-Retracement-Niveau (329,35 US-Dollar) im Fokus, das sich vom vorherigen Widerstand zur zentralen Trennlinie zwischen Stärke und Schwäche für die aktuelle Erholung gewandelt hat. Kann sich der Kurs nach einem Rücksetzer auf dem 2-Stunden-Chart behaupten, bleibt die Aktie bereit, die Widerstandszone von 339 bis 349 US-Dollar herauszufordern.
Stößt die Erholung in dieser Zone auf Widerstand und fällt wieder unter das 0,236-Fibonacci-Retracement-Niveau (329,35 US-Dollar), würde dies auf eine nachlassende kurzfristige Dynamik hindeuten, und der Kurs könnte den Bereich um 326 US-Dollar oder sogar das bisherige Tief von 297,38 US-Dollar erneut testen.
Kommt es zu einem nachhaltigen Ausbruch über die 80-Tage-Linie nahe 339 US-Dollar, liegt das nächste Widerstandsziel beim 0,382-Fibonacci-Retracement-Niveau (349,13 US-Dollar), gefolgt vom 0,5-Fibonacci-Retracement-Niveau (365,12 US-Dollar). Erst das aufeinanderfolgende Zurückerobern von 349,13 US-Dollar und 365,12 US-Dollar würde bestätigen, dass sich diese Erholung zu einer deutlicheren Trenderholung entwickelt.