Intel Foundry-Yield steigt Berichten zufolge auf 85 %, sichert sich Aufträge von Nvidia, OpenAI und anderen

Quelle Tradingkey

TradingKey - Intel ( INTC)-Foundry-Geschäft hat positive Fortschritte gemeldet. KeyBanc Capital Markets veröffentlichte einen Bericht, demzufolge sich die Ausbeute von Intels fortschrittlicher 18A-Prozesstechnologie von rund 65 % im Vorquartal auf über 85 % verbessert hat, was auf deutliche Fortschritte bei der Produktionsstabilität und Kostenkontrolle hindeutet.

KeyBanc erklärte, dass sich Intel dank der verbesserten 18A-Ausbeute Berichten zufolge Chip-Design-Projekte von mehreren Technologieunternehmen gesichert hat, darunter Nvidia ( NVDA ), Apple ( AAPL ), AMD ( AMD ), Microsoft ( MSFT ), Micron Technology ( MU ), Marvell ( MRVL) und OpenAI. Intel und diese Unternehmen haben konkrete Foundry-Verträge jedoch noch nicht öffentlich bestätigt. Das Volumen der entsprechenden Aufträge, die genutzten Prozessknoten und der Zeitplan für die Serienproduktion bleiben unklar. Zum jetzigen Zeitpunkt dürfte es sich eher um Kundentests, Design-ins oder Kooperationsprojekte im Frühstadium handeln, und es bleibt abzuwarten, ob sich daraus substanzielle Umsätze generieren lassen.

Für Intel ist die Verbesserung der 18A-Ausbeute ein entscheidender Indikator dafür, ob die Foundry-Sparte den Turnaround schaffen kann. Eine höhere Ausbeute bedeutet, dass pro Wafer mehr nutzbare Chips produziert werden können, was zur Senkung der Stückkosten, zur Verbesserung der Bruttomargen und zur Stärkung der Position des Unternehmens bei der Gewinnung externer Kunden beiträgt. Wenn KI-Unternehmen wie Nvidia und OpenAI letztendlich die Foundry-Dienste von Intel in Anspruch nehmen, wird dies die 18A-Kapazitätsauslastung erheblich steigern und dem Unternehmen helfen, die hohen Investitionen der vergangenen Jahre in den Bau von Wafer-Fabriken und in Forschung und Entwicklung zu amortisieren.

Aus Sicht des Aktienkurses dürfte diese Nachricht das Marktvertrauen in den Konzernumbau von Intel stärken. Zuvor hatten Investoren Bedenken wegen der anhaltenden Verluste der Foundry-Sparte, der schleppenden Neukundengewinnung und der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit der hochentwickelten Prozessknoten. Wenn die 18A-Ausbeute tatsächlich 85 % erreicht und führende Technologiekonzerne beginnen, auf dieses Verfahren zu setzen, könnte der Markt den langfristigen Wert des Foundry-Geschäfts von Intel neu bewerten. Dies dürfte die Bewertung eher in Richtung einer umfassenden Halbleiter-Fertigungsplattform verschieben, anstatt das Unternehmen wie einen traditionellen PC-Chip-Hersteller zu bewerten.

Kurzfristig könnte diese Nachricht den Aktienkurs von Intel und den Risikoappetit des Marktes weiter ankurbeln, insbesondere vor dem Hintergrund des anhaltenden Nachfragewachstums bei KI-Chips. Ob der Aktienkurs jedoch einen nachhaltigen Aufwärtstrend etablieren kann, hängt nach wie vor davon ab, ob die Aufträge offiziell bestätigt werden, wann die Kunden mit der Serienproduktion beginnen und ob sich die Verluste der Foundry-Sparte tatsächlich verringern. Bleibt die Unterstützung durch nachfolgende Vertrags- und Umsatzdaten aus, könnte es nach einer raschen Erholung auch zu Gewinnmitnahmen beim Aktienkurs kommen.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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