Die Dow Jones-Futures geben während des europäischen Handels am Mittwoch um 0,04 % nach und notieren bei rund 52.770 Punkten. Unterdessen steigen die S&P 500-Futures und Nasdaq 100-Futures um 0,19 % bzw. 0,79 % und bewegen sich nahe 7.600 bzw. 30.030 Punkten.
Die US-Aktien-Futures bleiben uneinheitlich, da Anleger eskalierende geopolitische Spannungen im Nahen Osten gegen nachlassende inländische Inflationsdaten abwägen. Die Märkte verfolgen aufmerksam die militärischen Operationen des US Central Command (CENTCOM), das Schläge auf dutzende iranische Militärstandorte entlang der Küste und der strategischen Straße von Hormus durchführte, einer wichtigen Versandroute für fast 20 % des globalen Energieflusses.
Die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen der Federal Reserve sind nach einem schwächer als erwarteten Bericht zum Verbraucherpreisindex (VPI) zurückgegangen. Die Gesamtinflation fiel im Juni mit 3,5 % im Jahresvergleich deutlich zurück, nach dem Dreijahreshoch von 4,2 % im Mai und deutlich unter dem Marktkonsens von 3,8 %. Auf Monatsbasis sanken die Verbraucherpreise um 0,4 % und kehrten damit den Anstieg von 0,5 % im Mai um.
Die Wall Street legte im nachbörslichen Handel am Dienstag leicht zu. Der Nasdaq Composite führte die Gewinne mit einem Anstieg von 0,9 % an, während der S&P 500 um 0,38 % und der Dow Jones Industrial Average um moderate 0,02 % zulegten. Die Marktzuwächse wurden von den Sektoren Technologie, Kommunikationsdienste und Energie sowie von Bankaktien getragen, die von einer weiteren Runde starker Quartalsergebnisse profitierten. Die Anleger richten nun ihre Aufmerksamkeit auf die für Mittwoch anstehende Welle von Unternehmensberichten.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.