Der Ölpreis hat angesichts wachsender geopolitischer Spannungen deutlich zugelegt. Wie die Devisenanalysten der Commerzbank berichten, verteuerte sich die Nordseesorte Brent um vier Prozent auf 113,17 US-Dollar je Barrel. Auslöser waren Angriffe auf die Infrastruktur Saudi-Arabiens, die Sorgen vor möglichen Lieferausfällen schürten. Zusätzliche Unsicherheit brachten Berichte über mögliche erneute Militärschläge der USA und Israels gegen den Iran nach den amerikanischen Zwischenwahlen. Die Commerzbank warnt, dass steigende Ölpreise den Ausblick für das weltweite Wirtschaftswachstum und die Inflation zunehmend erschweren.
„Die Ölpreise sind kräftig gestiegen, nachdem Angriffe auf die Infrastruktur Saudi-Arabiens die Befürchtungen über mögliche Versorgungsengpässe verstärkt hatten. Hinzu kamen Berichte, wonach die USA und Israel nach den amerikanischen Zwischenwahlen erneute Angriffe auf den Iran erwägen. Das sorgte für zusätzliche geopolitische Unsicherheit. Eine entsprechende Militäroperation wurde bislang allerdings nicht bestätigt.“
„Der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent stieg um vier Prozent auf 113,17 US-Dollar.“
„Steigende Ölpreise und die geopolitische Unsicherheit erschweren zugleich den wirtschaftlichen Ausblick. Sie könnten die Inflation weiter anheizen und gleichzeitig den privaten Konsum belasten.“
„Bemerkenswert war der deutliche Rückgang der Renditen amerikanischer Staatsanleihen trotz steigender Ölpreise. Damit zeigte sich eine klare Veränderung gegenüber den vergangenen Wochen, als höhere Ölpreise aufgrund wachsender Inflationssorgen noch zu steigenden Anleiherenditen geführt hatten.“