Der Goldpreis hat weder vom Ausverkauf an den Aktienmärkten noch von den sinkenden Renditen amerikanischer Staatsanleihen profitieren können. Darauf weisen die ING-Analysten Warren Patterson und Ewa Manthey hin. Stattdessen gab der Spotpreis um 2,8 Prozent nach und näherte sich der Marke von 4.000 US-Dollar je Feinunze. Nach Einschätzung der Experten richtet sich der Blick der Goldanleger derzeit vor allem auf den Ölpreisanstieg und dessen mögliche Folgen für die Inflation. Höhere Energiepreise könnten die Notenbanken zu einer restriktiveren Geldpolitik veranlassen, zumal die Teuerung in den USA weiterhin über dem Inflationsziel von zwei Prozent liegt.
„Der Goldpreis konnte weder vom gestrigen Ausverkauf an den Aktienmärkten noch vom deutlichen Rückgang der US-Staatsanleiherenditen profitieren. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fiel wieder unter fünf Prozent. Statt davon zu profitieren, geriet Gold jedoch unter Verkaufsdruck.“
„Der Spotpreis sank um 2,8 Prozent und nähert sich damit der Marke von 4.000 US-Dollar je Feinunze.“
„Am Goldmarkt scheint sich die Aufmerksamkeit derzeit stärker auf die steigenden Ölpreise und deren mögliche Auswirkungen auf die Inflation zu richten. Entscheidend ist dabei auch, welche Konsequenzen sich daraus letztlich für die Geldpolitik der Notenbanken ergeben.“
„Da die Inflation in den USA weiterhin über dem Zwei-Prozent-Ziel der Notenbank liegt, könnten höhere Energiepreise den Preisdruck zusätzlich verstärken und die Argumente für eine restriktivere Geldpolitik untermauern.“