Das Team von Standard Chartered Global Research befasst sich mit der Geldpolitik im Euroraum und weist darauf hin, dass die Kerninflation seit Januar nur leicht gestiegen ist. Zugleich bergen höhere Renditen Abwärtsrisiken für Wachstum und Inflation. Nach Einschätzung der Autoren verringern diese Faktoren die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Oktober. Sie erwarten, dass der EZB-Rat auf neue makroökonomische Projektionen bei der geldpolitischen Sitzung im Dezember wartet.
„Zudem ist die Kerninflation seit Ende Februar nur moderat gestiegen - von 2,2 Prozent im Januar auf 2,5 Prozent im September.“
„Darüber hinaus hat Lagarde auf die Abwärtsrisiken für Wachstum und Inflation hingewiesen, die sich aus höheren Renditen ergeben.“
„Diese Faktoren begrenzen aus unserer Sicht die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Oktober.“
„Insgesamt glauben wir außerdem, dass der EZB-Rat es vorziehen dürfte, für eine Änderung des Leitzinses auf neue makroökonomische Projektionen zu warten. Die nächsten werden zusammen mit der geldpolitischen Sitzung im Dezember vorgelegt.“