USD/IDR baut seine Gewinne am zweiten Tag in Folge aus und notiert während der europäischen Handelsstunden am Mittwoch bei rund 17.810. Das Paar legt zu, da der US-Dollar (USD) angesichts steigender Anleiherenditen und stark anziehender Ölpreise steigt, was die Sorgen über anhaltende Inflation und die Wahrscheinlichkeit möglicher Zinserhöhungen durch die Fed neu entfacht hat.
Getrieben von einem globalen Ausverkauf bei Anleihen sprang die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen auf 4,80% und erreichte damit den höchsten Stand seit Anfang 2025. Verstärkt wurden diese inflationären Druckfaktoren durch einen deutlichen Anstieg der Rohölpreise nach den eskalierenden Feindseligkeiten zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran, was die Sorgen über mögliche Störungen der Energieflüsse aus dem Nahen Osten verschärfte.
Unterdessen liefert die jüngste US-Konjunktur ein gemischtes Bild für die breitere Marktstimmung. Die JOLTS-Stellenangebote für Juli fielen mit 7,27 Millionen unter die Markterwartungen, während sich der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im August leicht von 55,6 auf 54,6 abschwächte. Trotz der verfehlten Prognosen bleibt der PMI klar im Expansionsbereich und deutet auf einen widerstandsfähigen Industriesektor hin. Anleger richten ihre Aufmerksamkeit nun auf den bevorstehenden ADP-Beschäftigungsbericht und die Nonfarm Payrolls am Freitag, um den nächsten Schritt der Federal Reserve bei den Zinssätzen einzuschätzen.
Analysten von ING betonen, dass sich die Marktaufmerksamkeit weiterhin fest auf das lange Ende der US-Zinskurve richtet, wo "there remains much focus on the long end of bond markets, where little appetite for fiscal consolidation in recent years seems to be coming home to roost." Sie weisen darauf hin, dass es, wie Francesco Pesole hervorgehoben hat, "there remain fears that Treasury Secretary Scott Bessent will dip into his large toolkit again to support the bond market," wobei einige Anleger wahrscheinlich "look to hit a bid in USD/CHF to express the dollar debasement trade."
Unterdessen nahmen die Preisdrucke in Indonesien im August zu, wobei sich die Gesamtinflation von ihrem Dreimonatstief im Juli beschleunigte, was vor allem auf steigende Lebensmittelkosten zurückzuführen war. Auch die zugrunde liegende Preisentwicklung festigte sich, da die Kerninflation auf den höchsten Stand seit März 2023 stieg.
Auf der politischen Seite bestätigte das Parlament Destry Damayanti als Gouverneurin der Bank Indonesia. Mit einer optimistischen Haltung zum mittelfristigen Wirtschaftsausblick hob sie die Wachstumsprognose des Landes für 2027 auf eine Spanne von 5,2% bis 6,0% an, wobei das obere Ziel das schnellste Expansionstempo seit 2012 darstellt.
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.