Der polnische Zloty gerät gegenüber dem Euro zunehmend unter Druck. Georgette Boele von ABN AMRO verweist vor allem auf die auseinanderlaufenden Zinserwartungen in der Eurozone und Polen. Die polnische Notenbank NBP beließ ihren Leitzins bei 3,75 Prozent und zeigt sich mit Blick auf eine mögliche Senkung um 25 Basispunkte nach dem Sommer uneins. ABN AMRO rechnet dagegen damit, dass die Europäische Zentralbank ihren Einlagensatz noch einmal auf 2,5 Prozent anheben wird. Vor diesem Hintergrund hat die Bank ihre Prognosen für EUR/PLN nach oben angepasst.
„Seit Anfang Juni hat der polnische Zloty gegenüber dem Euro drei Prozent an Wert verloren.“
„Die Zinserwartungen in der Eurozone und in Polen waren ein wichtiger Treiber für die Entwicklung von EUR/PLN.“
„Die Erwartung, dass sich NBP und EZB in entgegengesetzte Richtungen bewegen werden, hat EUR/PLN nach oben getrieben und damit den Zloty geschwächt.“
„Wir haben unsere EUR/PLN-Prognosen für dieses Jahr angehoben, um dieser geldpolitischen Divergenz Rechnung zu tragen.“
„Sollte sich die NBP zurückhaltender als erwartet äußern, könnte EUR/PLN in Richtung 4,40 steigen.“