Alibaba weitet seine KI-Aktivitäten auf internationale Märkte aus. Der chinesische Technologiekonzern hat eine internationale Version seiner Arbeitsplatzplattform QwenWork gestartet. Das Angebot richtet sich sowohl an Privatnutzer als auch an Unternehmen.
Die internationale Variante von QwenWork ist seit Mittwoch über die Website sowie als Desktop-Anwendung in einer öffentlichen Betaphase verfügbar. Alibaba konzentriert sich zunächst auf wachstumsstarke Märkte in Asien, dem Nahen Osten und Lateinamerika. Zum Start unterstützt die Plattform Englisch und vereinfachtes Chinesisch. Weitere Sprachen sollen folgen.
QwenWork bündelt Funktionen der Alibaba-KI-Agenten QoderWork, MuleRun und Wukong. Nutzer können Aufgaben in natürlicher Sprache formulieren und die Software unter anderem mit Arbeiten auf Websites und Computern sowie mit komplexeren, mehrstufigen Abläufen beauftragen.
Die Desktop-Version verfügt zudem über eine optionale Funktion namens „Awareness“. Damit können Präferenzen und Informationen aus vorherigen Sitzungen übernommen werden. Erfolgreich ausgeführte Arbeitsabläufe lassen sich außerdem speichern und später erneut verwenden.
Zum Funktionsumfang gehören auch Werkzeuge für die Webentwicklung einschließlich Hosting, Datenbanken und eigener Domains. Darüber hinaus kann QwenWork Bilder, Videos und Audiodateien erzeugen. Weitere Funktionen umfassen die Erstellung von Dokumenten, umfangreiche Recherchen, Spracheingaben, Datei-Analysen, Terminplanung und Browser-Automatisierung. Mit entsprechender Berechtigung kann die Software zudem auf lokale Dateien zugreifen und dort Aktionen ausführen.
Für die internationale Version setzt Alibaba auf ein Geschäftsmodell aus Abonnements und nutzungsabhängigen Guthaben. Geplant sind getrennte Angebote für Privat- und Unternehmenskunden sowie die beiden Modellstufen Basic und Advanced.
Künftig will Alibaba QwenWork stärker mit internationalen Produktivitätsanwendungen verknüpfen. Gleichzeitig soll das Einsatzspektrum der Plattform im Arbeitsalltag weiter ausgebaut werden.