DBS-Stratege Chang Wei Liang beobachtet eine wieder zunehmende Stärke des südkoreanischen Won (KRW). USD/KRW fiel bis in den mittleren 1.380er-Bereich, obwohl der KOSPI nach einem von Halbleiterwerten angeführten Ausverkauf fast 6 Prozent verlor. Als Grund nennt er ausländische Investoren, die die Korrektur am Aktienmarkt zum Ausbau ihrer Positionen in südkoreanischen Aktien nutzen und dafür US-Dollar verkaufen. Zugleich warnt er angesichts der hohen Schwankungen bei Technologiewerten und der inzwischen geringeren Unterbewertung des Won vor zu viel Optimismus.
„Die Rally des Won hat wieder an Fahrt aufgenommen. USD/KRW fiel bis in den mittleren 1.380er-Bereich, obwohl der KOSPI gestern um fast 6 Prozent einbrach, angeführt von Halbleiterwerten.“
„Ausländische Investoren scheinen die Korrektur zu nutzen, um in südkoreanische Aktien zu investieren. Berichten zufolge verkaufen Depotbanken US-Dollar, um die Aktienkäufe ausländischer Anleger abzuwickeln.“
„Wir waren für den Won optimistisch, da die Märkte die soliden wirtschaftlichen Fundamentaldaten Südkoreas und die sich aufgrund stark steigender Speicherchippreise verbessernden Terms of Trade bislang nicht ausreichend berücksichtigt hatten. Die Volatilität bei Technologiewerten und die inzwischen geringere Unterbewertung des Won könnten nun jedoch Anlass zu etwas mehr Vorsicht geben.“