Der indische Rupie (INR) baut seine Gewinnserie gegenüber dem US-Dollar (USD) am Dienstag zum dritten Handelstag in Folge aus. Das Währungspaar USD/INR fällt auf nahe 95,65, da ein weiterer Rückgang der Ölpreise die indische Währung gestärkt hat.
Im frühen Handel notiert der am 19. August auslaufende MCX-Rohölkontrakt 1,4% tiefer bei rund Rs. 7.848, dem niedrigsten Stand seit einer Woche.
Da Indien 85% seines Energiebedarfs durch Importe deckt, verringert ein starker Rückgang der Ölpreise die Kapitalabflüsse aus Indien und verbessert damit die Attraktivität des indischen Rupie.
Am Montag sagte der Präsident der Vereinigten Staaten (US), Donald Trump, dass der Iran mit Washington über ein Abkommen spreche und dass "es möglich ist, eines zu erreichen". Trump fügte hinzu, dass genügend Zeit bestehe, um mit dem Iran ein Abkommen zu erzielen, und dass "wir sehen werden, was passiert", berichtete Axios. Trump fügte hinzu, dass er die Angriffe auf den Iran gestoppt habe, um den Weg für die Diplomatie zu ebnen, während er an der Haltung festhielt, die militärische Aggression auszuweiten, falls die Gespräche scheitern sollten.
Die Pause im Austausch von Angriffen zwischen den USA und dem Iran hat zu einem starken Rückgang der Ölpreise geführt. Das bedeutet jedoch nicht, dass sich die Energieversorgung wieder normalisiert, da die Straße von Hormus weiterhin geschlossen bleibt.
In dieser Woche wird der wichtigste Impuls für die Finanzmärkte die geldpolitische Ankündigung der Federal Reserve (Fed) am Mittwoch sein.
Laut dem CME FedWatch Tool sehen Händler eine 62%ige Chance, dass die Fed die Zinsen in einer Spanne von 3,50%-3,75% unverändert lassen wird. Das Tool zeigt eine hohe Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung auf der geldpolitischen Sitzung im September.
Allerdings forderte US-Präsident Trump Fed-Chef Kevin Warsh auf, die Zinssätze zu senken, und fügte hinzu, dass es kürzlich einen guten Inflationsbericht gegeben habe, die Kosten schnell fielen und die Preise deutlich sinken sollten, sobald der Golfkrieg endet.
Laut der jüngsten Reuters-Umfrage wird erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Indiens im am März 2027 endenden Geschäftsjahr im Jahresvergleich (YoY) um 6,6 % wächst, nach 7,7 % im GJ2025-26. Für GJ2027-28 wird dann ein Anstieg auf 6,8 % erwartet. Der Bericht mit den Umfrageergebnissen zeigte zudem, dass schwache private Investitionen und höhere Ölpreise das Wirtschaftswachstum Indiens belasten werden.
In den kommenden Wochen wird der wichtigste Impuls für die indische Währung die geldpolitische Ankündigung der Reserve Bank of India (RBI) in der nächsten Woche sein.

USD/INR notiert tiefer bei rund 95,65 und hält sich nach den jüngsten Gewinnen in einer Korrekturphase, da es knapp unter den exponentiellen 20-Tage gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 95,93 fällt. Der Verlust dieses kurzfristigen Durchschnitts als unmittelbarer Widerstand deutet darauf hin, dass das Aufwärtsmomentum nachlässt, während der Relative Strength Index (RSI) bei 50,6 nahe dem neutralen Bereich liegt, was derzeit eher auf einen konsolidierenden als auf einen impulsiven Ton hindeutet.
Auf der Oberseite ist der 20-Tage-EMA bei 95,9278 die erste Hürde, die die Bullen zurückerobern müssten, um eine konstruktivere Tendenz wiederzubeleben und den Weg für einen erneuten Test der Allzeithochs um 97,10 zu öffnen. Nach unten betrachtet wird das Niveau von 95,00 die wichtigste Unterstützungszone sein.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Die indische Rupie wird stark von externen Faktoren wie dem Ölpreis, der Entwicklung des US-Dollars und dem Ausmaß der ausländischen Investitionen beeinflusst. Interventionen der Reserve Bank of India (RBI) können den Wechselkurs stabilisieren.
Die Reserve Bank of India (RBI) greift aktiv in den Devisenmarkt ein, um den Wechselkurs stabil zu halten und den Handel zu erleichtern. Gleichzeitig versucht sie, die Inflation durch Zinssatzanpassungen bei ihrem Zielwert von 4 % zu stabilisieren. Höhere Zinssätze stärken in der Regel die indische Rupie (INR), da sie das Land für ausländische Investoren attraktiver machen.
Makroökonomische Faktoren wie Inflation, Zinssätze, das Wirtschaftswachstum (BIP), die Handelsbilanz und ausländische Kapitalzuflüsse haben einen direkten Einfluss auf den Wert der indischen Rupie. Ein starkes Wirtschaftswachstum zieht vermehrt internationale Investoren an, was die Nachfrage nach der Rupie steigert. Auch eine weniger negative Handelsbilanz wirkt sich langfristig positiv auf die Währung aus. Besonders höhere Zinssätze – und hier vor allem die Realzinsen, also Zinssätze abzüglich der Inflation – können die Rupie stützen, da sie Indien für ausländische Investoren attraktiver machen. Ein "Risk-on"-Marktumfeld fördert zudem die Zuflüsse von Direkt- und Portfolioinvestitionen (FDI und FII), was ebenfalls die Rupie stärkt.
Eine steigende Inflation, vor allem im Vergleich zu den Handelspartnern Indiens, wirkt sich in der Regel negativ auf die Rupie aus, da dies eine Abwertung durch Überangebot signalisiert. Zudem verteuert Inflation die Exporte, was zu einem verstärkten Verkauf von Rupien führt, um ausländische Importe zu finanzieren – ein negativer Faktor für die Währung. Gleichzeitig reagiert die indische Zentralbank (Reserve Bank of India, RBI) häufig mit Zinserhöhungen auf steigende Inflation, was wiederum die Attraktivität der Rupie für internationale Investoren erhöht und den Kurs stabilisieren kann. Der gegenteilige Effekt tritt bei niedriger Inflation ein.