BitMine Immersion Technologies (BMNR), das seine Strategie auf Ethereum (ETH) ausgerichtet hat, hat in der vergangenen Woche sowohl das Aktienrückkaufprogramm ausgeweitet als auch seine Bestände an der Kryptowährung weiter aufgestockt.
Das Unternehmen mit Sitz in Las Vegas kaufte in der vergangenen Woche 6,1 Millionen eigene Aktien zurück, nachdem bereits in der Vorwoche 5,5 Millionen Aktien erworben worden waren. Damit stieg die Gesamtzahl der im Rahmen des zuvor genehmigten Aktienrückkaufprogramms über 4 Milliarden US-Dollar zurückgekauften Aktien auf 11,6 Millionen.
"Mit dem Rückkauf von mehr als 11 Millionen Stammaktien hat BitMine das bislang größte Aktienrückkaufprogramm eines Unternehmens mit einer Ethereum- oder Bitcoin-Digital-Asset-Treasury umgesetzt", erklärte BitMine-Aufsichtsratschef Thomas Lee am Montag.
Lee ergänzte, die fortgesetzten Aktienrückkäufe spiegelten die Erwartung wider, dass die Kryptopreise von einem steigenden ETH/BTC-Verhältnis profitieren. Dieses habe zuletzt mit 0,300 den höchsten Stand seit drei Monaten erreicht.
"Der Ethereum-Kurs hat inzwischen den höchsten Stand seit zehn Wochen erreicht. Wie zahlreiche technische Analysten hervorgehoben haben, sehen wir die nächsten wichtigen Kursmarken bei 2.000 und 2.500 US-Dollar", sagte Lee.
Analysten von CryptoQuant hatten bereits in einem Bericht in der vergangenen Woche darauf hingewiesen, dass Ethereum Anzeichen einer Bodenbildung zeige. Wichtige relative Signale im Vergleich zu Bitcoin seien allerdings noch nicht bestätigt.
BitMine erwarb zudem in der vergangenen Woche weitere 9.946 ETH und erhöhte damit seinen Bestand auf insgesamt 5,787 Millionen Ethereum. Nach Angaben des Unternehmens entspricht dies rund 4,8 Prozent des zirkulierenden ETH-Angebots. Von diesen Beständen sind 4,917 Millionen ETH über das unternehmenseigene "Made in America Validator Network" (MAVAN) gestakt. Daraus erzielt BitMine nach eigenen Angaben jährliche Staking-Einnahmen von rund 254 Millionen US-Dollar.
BitMine hatte seine Unternehmensstrategie im vergangenen Jahr auf eine Ethereum-Treasury ausgerichtet und angekündigt, langfristig rund fünf Prozent des gesamten Ethereum-Angebots anzusammeln.
Neben seinen Ethereum-Beständen hält das Unternehmen zudem eine Beteiligung an Beast Industries im Wert von 180 Millionen US-Dollar, Aktien von Eightco Holdings (ORBS) im Wert von 61 Millionen US-Dollar, 208 Bitcoin sowie liquide Mittel und marktfähige Wertpapiere im Gesamtwert von 268 Millionen US-Dollar.
Unterdessen setzt sich die Erholung der US-Spot-ETFs auf Ethereum fort. Nach Daten von SoSoValue verzeichneten die Fonds in der vergangenen Woche Nettozuflüsse von 103,9 Millionen US-Dollar. Damit flossen den Produkten bereits die dritte Woche in Folge frische Mittel zu. Das gesamte Nettovermögen stieg wieder auf mehr als 10 Milliarden US-Dollar.
Ethereum verzeichnete innerhalb der vergangenen 24 Stunden Liquidationen im Volumen von 142 Millionen US-Dollar. Davon entfielen laut Daten von Coinglass 104,2 Millionen US-Dollar auf die Schließung von Short-Positionen.
Am Wochenende war Ethereum an der gemeinsamen Unterstützung der 20- und 50-Tage-Exponentiellen Gleitenden Durchschnitte (EMA) bei 1.862 beziehungsweise 1.842 US-Dollar nach oben abgeprallt und testete anschließend den 100-Tage-EMA bei 1.937 US-Dollar. Auch die technischen Indikatoren sprechen weiterhin für eine positive Tendenz. Der 14-Tage-Relative-Stärke-Index (RSI) liegt bei rund 63 Punkten, während sich der Stochastik-Indikator mit etwa 85 Punkten deutlich im überkauften Bereich bewegt. Das deutet auf anhaltenden Aufwärtsdruck hin, erhöht aber zugleich das Risiko kurzfristiger Konsolidierungen oder moderater Rücksetzer.
Auf der Oberseite stößt Ethereum im Bereich von 1.950 US-Dollar auf Widerstand, nachdem der Kurs den 100-Tage-EMA zwischenzeitlich leicht überschritten hatte. Um das positive Chartbild weiter zu verbessern, muss sich der Kurs oberhalb dieses langfristigen Durchschnitts behaupten und anschließend die Marken von 2.018 sowie 2.107 US-Dollar zurückerobern. Gelingt dies, rücken 2.211 US-Dollar sowie mittelfristig die Bereiche um 2.388 und 2.746 US-Dollar in den Fokus.
Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung bei 1.909 US-Dollar. Darunter folgen die 20- und 50-Tage-EMAs im Bereich von 1.842 US-Dollar. Bei einer stärkeren Korrektur könnten anschließend die Marken von 1.806 und 1.741 US-Dollar getestet werden. Erst wenn die derzeitige Aufwärtsstruktur deutlich gebrochen wird, dürften auch die Unterstützungen bei 1.524 und 1.404 US-Dollar wieder in den Blick rücken.