USD/JPY gewinnt zum vierten Mal in Folge an Boden und handelt während der europäischen Handelszeit am Dienstag um die Marke von 162,60. Die japanischen Banken bleiben aufgrund des Feiertags Marine Day geschlossen.
Der Aufwärtstrend des USD/JPY-Paares könnte begrenzt sein, da der US-Dollar (USD) angesichts nachlassender Risikoaversion infolge aufkommender diplomatischer Signale Schwierigkeiten hat. Iranische Beamte berichteten, Vermittlungsvorschläge erhalten zu haben, die auf eine Deeskalation der Spannungen mit den Vereinigten Staaten abzielen, wobei Berichte sogar auf die Möglichkeit eines 10-tägigen Waffenstillstands hinweisen.
Laut Berichten von Axios wägt US-Präsident Trump derzeit eine Entscheidung zwischen einem vorübergehenden Waffenstillstand zur Wiedereröffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus und der Einleitung einer umfassenden gemeinsamen Militärkampagne zusammen mit Israel ab, während US-Streitkräfte weiterhin in der Region zusammengezogen werden, während die Gespräche voranschreiten.
Die japanische Premierministerin Sanae Takaichi bekräftigte am Dienstag das Engagement der Regierung, das Vertrauen der Märkte und die fiskalische Nachhaltigkeit aufrechtzuerhalten und die Wirtschaftspolitik zu steuern. Takaichi skizzierte die Ambitionen der Regierung, die wirtschaftliche Expansion zu beschleunigen, mit dem Ziel, so bald wie möglich Wachstumsraten von über 1 % real und 3 % nominal zu erreichen, mit Zielen für eine noch höhere langfristige Dynamik.
Die Händler richten ihre Aufmerksamkeit auf die für Freitag anstehende Veröffentlichung der Daten zum nationalen Verbraucherpreisindex (VPI) Japans für Juni. Die Marktteilnehmer werden diese Inflationszahlen genau analysieren, um Einblicke in die geldpolitischen Aussichten der Bank of Japan (BoJ) zu erhalten. Die Erwartungen steigen, dass der Kern-VPI, der frische Lebensmittel ausschließt, auf 1,6 % im Jahresvergleich steigen wird, nach 1,4 % im Mai.
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.