USD/IDR beendet seine vier Tage andauernde Verlustserie und handelt während der asiatischen Handelszeiten am Montag um 18.020. Das Paar wertet auf, da die Indonesische Rupiah (IDR) Gegenwind durch steigende Rohölpreise erfährt. Berichte über Kraftstoffknappheit in Sumatra haben die Bedenken hinsichtlich der fiskalischen Belastung Indonesiens weiter verstärkt, obwohl die Haushaltsausführung für die erste Hälfte des Jahres 2026 im Großen und Ganzen im Plan geblieben ist.
Positiv ist, dass das Investitionsmomentum in der Region zugenommen hat. Die Zuflüsse ausländischer Direktinvestitionen verzeichneten im zweiten Quartal den stärksten Anstieg seit Ende 2024, was die anhaltende Widerstandsfähigkeit Indonesiens bei der Anziehung von langfristigem Kapital trotz globaler wirtschaftlicher Unsicherheit unterstreicht.
Das Aufwärtspotenzial für das USD/IDR-Paar könnte jedoch begrenzt bleiben. Der US-Dollar (USD) verliert weiter an Boden, da allgemein erwartet wird, dass die Federal Reserve auf ihrer bevorstehenden Sitzung die Zinssätze unverändert lässt. Die Marktpreise über das CME FedWatch Tool spiegeln jedoch nun eine Wahrscheinlichkeit von 61,4 % für eine Zinserhöhung im September wider.
Der Greenback könnte angesichts zunehmender Risikoaversion im Zuge eskalierender Feindseligkeiten zwischen den Vereinigten Staaten (US) und dem Iran wieder an Boden gewinnen. Die USA haben ihre neunte aufeinanderfolgende Nacht von Angriffen auf iranische Ziele gestartet. Als Reaktion erklärten iranische Beamte, dass der Waffenstillstand zwischen den beiden Nationen faktisch aufgegeben wurde, was den Weg für eine Vertiefung der Störungen wichtiger Energiewege durch die engen Wasserstraßen der Region öffnet.
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.