Chinesischer Yuan verliert, da die Nachfrage nach sicheren Häfen den US-Dollar stärkt

Quelle Fxstreet
  • USD/CNH steigt, da steigende Spannungen im Nahen Osten die Anleger in den US-Dollar als Safe-Haven-Anlage treiben.
  • Iran hat die Huthi-Rebellen angewiesen, die Ölroute im Roten Meer zu blockieren, falls die USA iranische Infrastruktur angreifen.
  • Ökonomen und ein Berater sagen, China könne das Wachstum stabilisieren, indem es bereits budgetierte nationale Infrastrukturprojekte in diesem Jahr beschleunigt.

USD/CNH gewinnt zum zweiten Mal in Folge an Boden und notiert während der asiatischen Handelszeiten am Freitag bei rund 6,7760. Das Paar wertet auf, da der US-Dollar (USD) durch eskalierende Entwicklungen im Zusammenhang mit Konflikten im Nahen Osten unterstützt wird.

Reuters berichtete am Donnerstag, dass Iran die Huthi-Miliz im Jemen angewiesen hat, bereit zu sein, die wichtige Ölroute im Roten Meer zu schließen, falls die Vereinigten Staaten iranische Energieinfrastruktur angreifen, was eine neue ernsthafte Bedrohung für die globale Energieversorgung darstellt. Diese Sorgen werden durch Berichte der Tasnim-Nachrichtenagentur über Explosionen in Bandar Abbas, Qeshm und Ahvaz verstärkt, während auch in Kuwait und bis hin nach Basra sehr laute Explosionen zu hören waren.

Diese geopolitischen Eskalationen folgen auf Drohungen des US-Präsidenten Donald Trump Anfang der Woche, der erklärte, die USA würden nächste Woche Brücken und Kraftwerke im Iran angreifen, falls das Land nicht an den Verhandlungstisch zurückkehrt. Letztlich könnten diese Anzeichen für steigende Spannungen im Nahen Osten Safe-Haven-Währungen wie den US-Dollar stärken und kurzfristig einen starken Rückenwind für das USD/CNH-Paar schaffen.

China kann sein Wirtschaftswachstum in diesem Jahr stabilisieren, indem es bereits budgetierte nationale Infrastrukturprojekte beschleunigt, so Ökonomen und ein Regierungsberater. Dieser Ansatz verringert die Wahrscheinlichkeit eines groß angelegten fiskalischen Stimulus. Die Strategie ermöglicht es Peking, einem unerwarteten, breit angelegten Investitionsrückgang – wie aktuelle Daten zeigen, der das Wachstum belastet hat – entgegenzuwirken und gleichzeitig die Ausgaben der lokalen Regierungen streng zu kontrollieren, berichtet Reuters.

Risikostimmung - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.

In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.

Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.

Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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