Die Renditen der US-Staatsanleihen stabilisierten sich am Montag während der nordamerikanischen Sitzung, da die Spannungen im Nahen Osten den Rückgang der Rohölpreise stoppten, während die Geldmärkte weiterhin mindestens 34 Basispunkte an Fed-Verschärfungen im Jahr 2026 einpreisen.
Die Rendite der US-Staatsanleihe mit 10 Jahren Laufzeit, der Benchmark, steigt um 1 Basispunkt auf 4,38 %. Verhandlungen zwischen den Teams der USA und des Iran sollen in Doha stattfinden, berichtete Reuters unter Berufung auf eine Quelle.
Die Rendite der US-Staatsanleihe mit 2 Jahren Laufzeit – die am empfindlichsten auf geldpolitische Änderungen reagiert – steigt um fast 2 % auf 4,11 %. Die Geldmärkte hatten bisher 34 Basispunkte an Fed-Verschärfungen gegen Ende des Jahres eingepreist.
Unterdessen fällt der US-Dollar-Index (DXY), der die Performance des US-Dollars gegenüber einem Korb von sechs Währungen misst, im Tagesverlauf auf 101,08 und verliert 0,28 %, da Händler, die Risiko suchen, zu riskanteren Anlagen wechseln.
Die 5- und 10-jährigen Breakeven-Raten, ein marktbasierter Indikator für Inflationserwartungen, liegen bei 2,21 % bzw. 2,20 %, nachdem sie Mitte April mit 2,72 % bzw. 2,5 % ihren Höchststand erreicht hatten.
Der US-Wirtschaftskalender wird voll sein. Neben dem Auftritt des neuen Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh in Sintra, Portugal, stehen JOLTS-Stellenangebote, der ISM Manufacturing PMI, die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die US Nonfarm Payrolls für Juni auf der Agenda, die Hinweise auf den Arbeitsmarkt geben sollen.

Zinssätze sind der Preis für das Leihen von Geld und werden sowohl von Finanzinstituten an Kreditnehmer als auch an Sparer ausgezahlt. Zentralbanken beeinflussen sie durch ihre Leitzinsentscheidungen, um die Wirtschaft zu stabilisieren und die Inflation im Zielbereich von etwa 2 % zu halten.
Höhere Zinssätze stärken in der Regel die Währung eines Landes, da sie es für globale Investoren attraktiver machen, ihr Geld dort anzulegen.
Hohe Zinsen setzen den Goldpreis unter Druck, da Anleger höhere Renditen bei zinstragenden Anlagen erzielen können. Ein starker US-Dollar, der oft mit steigenden Zinsen einhergeht, senkt zusätzlich den Goldpreis, da Gold in Dollar notiert wird und ein stärkerer Dollar die Kaufkraft anderer Währungen verringert.
Der Fed-Funds-Zins ist der Übernachtzins, zu dem sich US-Banken gegenseitig Geld leihen. Dieser Leitzins wird in den geldpolitischen Sitzungen der Federal Reserve festgelegt und beeinflusst maßgeblich das Verhalten der Finanzmärkte. Die Markterwartungen in Bezug auf künftige Zinssätze werden durch das CME FedWatch Tool erfasst, das eine Orientierungshilfe für Investoren bietet.