Das Währungspaar AUD/JPY notiert am frühen Freitagmorgen in der europäischen Handelssitzung im negativen Bereich um 111,25. Der japanische Yen (JPY) gewinnt gegenüber dem australischen Dollar (AUD) leicht an Boden, nachdem der Verbraucherpreisindex (VPI) Tokios erstmals seit acht Monaten wieder gestiegen ist, was die Bank of Japan (BoJ) auf einem Kurs hält, die Zinssätze weiter anzuheben.
Darüber hinaus sind Händler wegen möglicher Devisenmarktinterventionen durch japanische Behörden besonders wachsam, die den JPY stützen und den Aufwärtsspielraum für das Währungspaar begrenzen könnten. Japans Kabinettssekretär Minoru Kihara erklärte am Dienstag, dass er bei Bedarf angemessene Maßnahmen gegen die Devisenbewegungen ergreifen werde.
Auf der Tages-Chart setzt AUD/JPY seinen kurzfristig bärischen Ton fort, da der Kurs unter dem 100-Tage-Durchschnitt (MA) und dem mittleren Band der 20-Perioden-Bollinger-Bänder bleibt. Das Paar nähert sich der Unterstützung des unteren Bollinger-Bandes der 20 Perioden, während der Relative-Stärke-Index (14) bei 34,18 knapp über dem überverkauften Bereich liegt, was darauf hindeutet, dass das Abwärtsmomentum weiterhin vorherrscht, aber möglicherweise überdehnt ist.
Auf der Oberseite könnte ein entscheidender Tagesschluss über dem 100-Tage-MA bei 112,25 den Weg zum mittleren Bollinger-Band bei 112,95 ebnen. Das obere Bollinger-Band nahe 114,77 fungiert als weiter entfernte Begrenzung.
Auf der Unterseite liegt die unmittelbare strukturelle Unterstützung am unteren Bollinger-Band bei etwa 111,15; ein klarer Bruch unter diese Marke würde den Weg für eine tiefere Korrekturphase öffnen, während ein Halten darüber eine kurzfristige Gegenbewegung zurück zum Durchschnittscluster auslösen könnte.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.