Die Strategen Sim Moh Siong und Christopher Wong von OCBC weisen darauf hin, dass der malaysische Ringgit (MYR) trotz unterstützender Konjunkturdaten im Inland nachgegeben hat. Eine durch die US-Notenbank ausgelöste restriktivere Neubewertung der Zinserwartungen stütze die Renditen von US-Staatsanleihen und den US-Dollar (USD). Niedrigere Ölpreise wirkten lediglich als Puffer und nicht als eigentlicher Kurstreiber. Nach Einschätzung der Experten dürfte USD/MYR kurzfristig gut unterstützt bleiben, sofern die US-Renditen nicht deutlich nachgeben oder die breite Dollar-Stärke nachlässt.
„Der Ringgit beendete die vergangene Woche deutlich schwächer, wobei USD/MYR zeitweise in Richtung der Marke von 4,14 stieg, da die anhaltende Stärke des US-Dollars die Landeswährung weiterhin belastete.“
„Unterstützende heimische Daten, darunter robustere Handelszahlen und eine kontrollierte Inflation, konnten dies kaum ausgleichen. Dies deutet darauf hin, dass externe Faktoren derzeit der wichtigere Einflussfaktor bleiben. Die durch die Fed ausgelöste restriktivere Neubewertung hat die Renditen von US-Staatsanleihen und den US-Dollar gestützt.“
„In dieser Woche dürfte der Ringgit weiterhin vorsichtig gehandelt werden. Niedrigere Ölpreise stellen einen hilfreichen Puffer dar, da sie den fiskalischen und subventionsbezogenen Druck etwas verringern und die Risikostimmung stützen.“
„Dies ist jedoch eher ein Schutzpolster als ein klar positiver Impuls, solange die Dynamik des US-Dollars anhält. Die binnenwirtschaftlichen Fundamentaldaten bleiben insgesamt intakt, allerdings scheint die frühere Aufwertung des Ringgit inzwischen weitgehend eingepreist zu sein.“
„Kurzfristig dürfte USD/MYR gut unterstützt bleiben, sofern die Renditen von US-Staatsanleihen nicht deutlicher nachgeben oder die breite Nachfrage nach dem US-Dollar nachlässt.“
„Das Währungspaar schloss zuletzt bei 4,1360. Der Aufwärtstrend im Tageschart bleibt intakt, während der RSI in den überkauften Bereich gestiegen ist. Die Tendenz bleibt weiterhin aufwärtsgerichtet.“