Die Devisenexpertin Georgette Boele von der niederländischen Bank ABN AMRO verweist darauf, dass das britische Pfund gemeinsam mit dem Euro gegenüber dem US-Dollar nachgegeben hat. Als wesentlichen Belastungsfaktor nennt sie die Entwicklung der Energiepreise. Zugleich könnten politische Unsicherheiten in Großbritannien vorübergehend für stärkere Schwankungen beim Pfund und bei britischen Staatsanleihen sorgen. Dieser Effekt dürfte ihrer Einschätzung nach jedoch nur von kurzer Dauer sein.
„Unsicherheit und Spekulationen über mögliche Änderungen der Fiskalpolitik dürften die Volatilität sowohl an den Märkten für Staatsanleihen als auch am Devisenmarkt erhöhen, insbesondere falls es zu einem Führungswettbewerb kommt.“
„Wir gehen jedoch davon aus, dass diese Phase der Instabilität nur kurz anhalten wird.“
„Sollte Rachel Reeves Finanzministerin bleiben, wäre dies ein Zeichen für Kontinuität und für die Einhaltung der Fiskalregeln, die bislang zur Stabilität an den Märkten beigetragen haben.“
„Wir sind der Ansicht, dass neue politische Veränderungen die finanzielle Lage Großbritanniens voraussichtlich nicht verschlechtern werden.“
„Neue politische Führung könnte sogar zu höheren Staatsausgaben führen und gleichzeitig die Fiskalregeln einhalten, was das Pfund stärken könnte.“
„Die britische Politik könnte kurzfristig für stärkere Schwankungen beim Pfund sorgen. Fiskalische Klarheit könnte die britische Währung jedoch stützen.“