Der Ökonom Salim Zanzana von der Royal Bank of Canada verweist darauf, dass höhere Goldpreise und ein besserer Zugang zu Auslandsmärkten Kanadas Exportwirtschaft trotz des Zollstreits mit den USA gestützt haben. Die nominalen Exporte seien 2025 nur leicht zurückgegangen. Eine stärkere Nachfrage außerhalb der USA, insbesondere aus Großbritannien, habe schwächere Handelsströme mit den Vereinigten Staaten infolge der Zölle ausgeglichen.
„Die Diversifizierung der Exporte außerhalb der Vereinigten Staaten hat sich für Kanada als wichtiger Ausgleich gegenüber dem Zolldruck erwiesen, wobei höhere Goldexporte die Zuwächse auf Auslandsmärkten zusätzlich verstärkt haben. Kanadas Exporte entwickelten sich im vergangenen Jahr besser als erwartet und gingen auf nominaler Basis lediglich um 0,8 Prozent im Jahresvergleich zurück.“
„Der Anstieg der Exporte in Märkte außerhalb der USA, insbesondere nach Großbritannien, entwickelte sich zu einem Gegengewicht für die durch Zölle belasteten US-Exporte.“
„Der Zuwachs war vor allem auf den starken Preisanstieg bei Goldexporten sowie auf die neue TMX-Pipeline zurückzuführen, die die Exportkapazitäten außerhalb Nordamerikas erhöht hat.“
„Preisbereinigt verzeichnete Kanada im vergangenen Jahr allerdings einen stärkeren Rückgang der gesamten Warenexporte um 2 Prozent.“
„Die Zollbelastungen trafen vor allem industriestarke Provinzen wie Québec und Ontario, während energieproduzierende Provinzen sowie einige Agrar-Exportregionen stärker von Zuwächsen außerhalb der USA profitierten.“