Laut Axios bewegen sich die Vereinigten Staaten und der Iran auf eine Einigung zur Beendigung des Konflikts zu.
Das Nachrichtenportal berichtet, dass die Vereinbarung beinhalten würde, dass beide Seiten die Beschränkungen für den Transit durch die Straße von Hormus aufheben, zusätzlich dazu, dass der Iran sich zu einem Moratorium für die nukleare Anreicherung verpflichtet und die USA zustimmen, ihre Sanktionen aufzuheben und Milliarden eingefrorener iranischer Gelder freizugeben.
Die USA erwarten Berichten zufolge, dass der Iran innerhalb der nächsten 48 Stunden zu mehreren wichtigen Punkten Stellung nimmt.
Risiko-Ströme dominieren das Geschehen an den Finanzmärkten nach dieser Schlagzeile. Der US Dollar Index verliert am Tag mehr als 0,6 % und notiert nahe 97,90, während die US-Aktienindex-Futures am Tag zwischen 0,65 % und 1,1 % zulegen.
Auch Gold profitiert von dieser Entwicklung und gewinnt am Tag etwa 3 % und notiert nahe 4.700 USD.
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.