Die Commerzbank hebt hervor, dass die Bangko Sentral ng Pilipinas ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 4,50 Prozent angehoben hat und damit den Beginn eines neuen Straffungszyklus signalisiert, um die Inflationserwartungen zu verankern. Trotz eines restriktiven Tons und höherer Inflationsprognosen bleibt der philippinische Peso hinter anderen Währungen der Region zurück, da die Philippinen stark von Energiepreisen aus dem Nahen Osten abhängig sind.
„Die Bangko Sentral ng Pilipinas (BSP) hat den Leitzins für Rückkaufgeschäfte um 25 Basispunkte auf 4,50 Prozent angehoben. Laut einer Bloomberg-Umfrage war der Markt in der Frage einer Zinserhöhung gespalten. Es ist die erste Zinserhöhung der BSP seit September 2023. Ziel der Entscheidung war es, die Inflationserwartungen zu stabilisieren und Zweitrundeneffekte bei der Inflation einzudämmen. Historisch zeigt die BSP eine geringe Toleranz gegenüber Inflationsdruck. Bereits 2018 und 2022 wurde die Geldpolitik gestrafft, als die Gesamtinflation über die Zielspanne von 2 bis 4 Prozent stieg. Im März 2026 kletterte die Gesamtinflation auf 4,1 Prozent im Jahresvergleich.“
„BSP-Gouverneur Eli Remolona betonte den Fokus der Notenbank auf Preisstabilität und erklärte, dass auch eine Anhebung um 50 Basispunkte in Betracht gezogen worden sei. Er sagte, dies sei der Beginn eines neuen Zinserhöhungszyklus. Gouverneur Remolona erklärte: „Sobald wir beginnen, den Leitzins anzuheben, ist es wahrscheinlich, dass wir dies erneut tun werden“. Die BSP spielte mögliche Wachstumsbelastungen durch höhere Zinsen herunter und erklärte, dass die aktuelle geldpolitische Ausrichtung „die wirtschaftliche Erholung mittelfristig weiterhin unterstützen wird“.“
„Beim Wachstum senkte die BSP ihre Prognose für das Gesamtjahr von zuvor 4,6 auf nun 4,3 Prozent und liegt damit unter der Zielspanne der Regierung von 5 bis 6 Prozent. Die Notenbank zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass die Fiskalpolitik ausreichend Unterstützung für die Wirtschaft bietet. Gleichwohl überwiegen die Abwärtsrisiken angesichts von Lieferkettenstörungen infolge des Nahostkonflikts. Zudem dürfte die Wirkung fiskalischer Maßnahmen durch langsamere staatliche Ausgaben sowie eine schwächere wirtschaftliche Stimmung nach mehreren groß angelegten Korruptionsvorwürfen gegen Politiker begrenzt bleiben.“
„Der Preisdruck dürfte in den kommenden Monaten breiter zunehmen, insbesondere über steigende Transportkosten und höhere Preise für Düngemittel. Infolgedessen könnten höhere globale Rohstoffpreise auf Waren und Dienstleistungen im Kernwarenkorb durchschlagen und das Risiko von Zweitrundeneffekten erhöhen. Die BSP beobachtet zudem die Inflationserwartungen, um sicherzustellen, dass angebotsseitige Preisschocks die Lohnbildung nicht verzerren und so den Preisdruck verfestigen.“