Das Paar USD/JPY gibt seine Eröffnungsgewinne ab und handelt während der späten asiatischen Handelssitzung am Montag leicht niedriger um 159,20. Das Paar gibt frühe Gewinne ab, da der US-Dollar (USD) nachgibt, obwohl die US-Iran-Diplomatie weiterhin in einer Sackgasse steckt.
Bei Redaktionsschluss liegt der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber sechs wichtigen Währungen verfolgt, leicht niedriger bei rund 98,45.
Die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran, die am Wochenende in Islamabad wieder aufgenommen werden sollten, wurden abgesagt, da Washington den Besuch der US-Gesandten absagte und angab, dass es Zeitverschwendung sei, da das Gegenangebot des Iran, das über Pakistan eingegangen ist, nicht ausreichend sei, berichtete Axios.
US-Präsident Donald Trump bestätigte ebenfalls, dass der Iran einen neuen Vorschlag unterbreitet habe, der besser sei als der, den er in den Friedensgesprächen vorlegen wollte, und „viel besser, aber immer noch nicht gut genug“ sei.
Auf der heimischen Front warten die Anleger auf die geldpolitischen Entscheidungen der Bank of Japan (BoJ) und der Federal Reserve (Fed) am Dienstag bzw. Mittwoch. Beide Zentralbanken werden voraussichtlich die Zinssätze unverändert lassen und vor Aufwärtsrisiken bei der Inflation sowie Abwärtsrisiken für die Wirtschaft im Zuge höherer Energiepreise warnen.

USD/JPY fällt im asiatischen Handel auf rund 159,20; das Paar hält jedoch eine konstruktive bullische Tendenz, da der Spotkurs über dem 20-Tage exponentiell gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 159,14 bleibt. Das Paar testet den Ausbruch aus der Formation des absteigenden Dreiecks auf Tagesbasis nahe der abwärts geneigten Begrenzung bei etwa 159,20, was üblicherweise zu einer frischen Aufwärtsrally führt.
Der Relative Strength Index (RSI) bei rund 52 deutet auf ein neutrales bis leicht positives Momentum hin, anstatt auf eine überdehnte Rally.
Auf der Unterseite stellt die zurückeroberte abwärts geneigte Begrenzung um 159,17, die eng mit dem 20-Tage-EMA bei 159,14 zusammenfällt, die unmittelbare Unterstützung dar; ein Bruch unter dieses Niveau würde die horizontale Unterstützungsgrenze des oben genannten Chartmusters nahe 157,60 freilegen.
Nach oben könnte das Paar auf 160,00 vorrücken, wenn es gelingt, die oben genannte abwärts geneigte Begrenzung zu halten. Ein Ausbruch über 160,00 würde weiteres Aufwärtspotenzial bis zum Hoch vom 30. März bei 160,46 eröffnen.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Zentralbanken wie die US-Notenbank oder die Europäische Zentralbank haben die Aufgabe, Preisstabilität zu gewährleisten. Dies erreichen sie, indem sie die Zinsen anpassen und so die Inflation kontrollieren.
Zentralbanken haben ein zentrales Instrument, um die Inflation zu steuern: den Leitzins. Zu festgelegten Terminen veröffentlicht die Bank ihre Zinsentscheidung, in der sie den Leitzins entweder beibehält, senkt oder anhebt. Dies beeinflusst die Zinssätze von Sparguthaben und Krediten, was wiederum Auswirkungen auf das Spar- und Investitionsverhalten der Wirtschaft hat. Zinserhöhungen werden als geldpolitische Straffung bezeichnet, Zinssenkungen als geldpolitische Lockerung.
Eine Zentralbank agiert häufig unabhängig von der Politik. Bevor Mitglieder in den geldpolitischen Rat berufen werden, durchlaufen sie verschiedene Anhörungen und Prüfungen. Jedes Mitglied bringt dabei seine eigene Überzeugung mit, wie die Zentralbank Inflation steuern und die Geldpolitik gestalten sollte. Befürworter einer lockeren Geldpolitik, die niedrige Zinsen und günstige Kredite fördern, um das Wirtschaftswachstum anzutreiben – selbst auf Kosten einer leicht über 2 % liegenden Inflation –, werden als „Tauben“ bezeichnet. „Falken“ hingegen bevorzugen höhere Zinsen, um Sparen zu belohnen, und sehen es als ihre Priorität, die Inflation unter Kontrolle zu halten, bis sie bei oder unter 2 % liegt.
Normalerweise wird jede Sitzung einer Zentralbank von einem Vorsitzenden oder Präsidenten geleitet, der zwischen den verschiedenen Lagern – den sogenannten „Falken“ und „Tauben“ – einen Konsens herstellen muss. Kommt es zu einem Patt bei der Abstimmung, entscheidet der Vorsitzende und verhindert so eine 50:50-Stimmengleichheit über mögliche geldpolitische Anpassungen. Der Vorsitzende hält zudem regelmäßig öffentliche Reden, in denen die aktuelle geldpolitische Ausrichtung und zukünftige Erwartungen kommuniziert werden – diese können oft live mitverfolgt werden. Das Ziel einer Zentralbank ist es, ihre geldpolitischen Maßnahmen umzusetzen, ohne dabei heftige Schwankungen bei Zinssätzen, Aktienmärkten oder der eigenen Währung auszulösen. Bereits vor geldpolitischen Sitzungen geben die Mitglieder ihre Einschätzungen indirekt an die Märkte weiter. In den letzten Tagen vor einer Sitzung herrscht jedoch eine „Blackout-Periode“, während der die Mitglieder keine öffentlichen Äußerungen machen dürfen, bis die neuen Maßnahmen offiziell verkündet wurden.