Der US-Vizepräsident JD Vance signalisierte bei einer öffentlichen Veranstaltung, dass die Verhandlungen andauern und Washington eine umfassendere große Einigung anstrebt, die darauf abzielt, Irans wirtschaftliche Integration in die Welt neu zu gestalten.
Die Gespräche haben enorme Fortschritte gemacht, und der derzeitige Waffenstillstand hält nun schon am siebten Tag in Folge.
Die Verhandlungen, die unter anderem über Kanäle in Pakistan stattfinden, werden fortgesetzt, während beide Seiten auf eine Einigung hinarbeiten.
Jahrzehntelanges Misstrauen zwischen den beiden Seiten bedeutet, dass eine Einigung nicht schnell erzielt wird.
Washington wird niemals zulassen, dass Iran über Atomwaffen verfügt.
Wenn Teheran sich wie ein normales Land verhält, würde es auch wirtschaftlich wie eines behandelt werden – einschließlich einer tieferen Integration in den globalen Handel und die Finanzsysteme.
Die Äußerungen deuten darauf hin, dass die Tür für die Iran-Diplomatie offen bleibt und den Risk-on-Impuls unterstützt, was sich in einem allgemein positiven Ton an den Aktienmärkten zeigt.
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.