Die Dow Jones-Futures steigen während der europäischen Handelszeit am Dienstag um 0,12 % auf nahe 48.500, vor der regulären Eröffnung in den Vereinigten Staaten (US). Gleichzeitig legen die S&P 500- und Nasdaq 100-Futures zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts um 0,16 % bzw. 0,28 % auf nahe 6.930 bzw. 25.600 zu.
Die US-Aktien-Futures gewinnen nach starken Gewinnen an der Wall Street am Vortag zu. In der regulären US-Handelssitzung am Montag stieg der Dow Jones um 0,63 %, während der S&P 500 und der Nasdaq Composite um 1,02 % bzw. 1,23 % zulegten. Die Markstimmung verbessert sich, da sinkende Ölpreise den Inflationsdruck und die hawkische Stimmung in Bezug auf die Geldpolitik der Federal Reserve (Fed) abschwächen.
US-Präsident Donald Trump sagte, dass der Iran Kontakt aufgenommen habe und nun Verhandlungen wieder aufnehmen wolle. Vizepräsident JD Vance deutete auf laufende diplomatische Bemühungen und einen möglichen Weg zur Deeskalation des US-Iran-Konflikts hin. Vance erklärte, dass die jüngsten Gespräche am Wochenende konstruktiv gewesen seien und US-Beamten tiefere Einblicke in die Verhandlungsposition des Iran ermöglichten.
Fed-Gouverneur Stephen Miran sagte, der energiebedingte Schock im Zusammenhang mit dem Iran habe die langfristigen Inflationserwartungen noch nicht beeinflusst, und fügte hinzu, er erwarte, dass der Preisdruck innerhalb eines Jahres auf das Ziel der Zentralbank zurückkehren werde. US-Finanzminister Scott Bessent sagte am Dienstag in einem Interview mit Semafor, die USA sollten „abwarten“, bevor sie die Zinsen senken, und fügte hinzu, er sei zuversichtlich, dass die jüngsten Preissteigerungen sich nicht in den Inflationserwartungen verankern würden.
Händler richten ihren Fokus auf die bevorstehenden Quartalsergebnisse großer Banken, darunter JPMorgan Chase und Wells Fargo. Unterdessen fiel Goldman Sachs am Montag um fast 2 %, nachdem das Unternehmen die Umsatzerwartungen im Bereich Fixed Income, Währungen und Rohstoffhandel verfehlt hatte.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.