Der US-Finanzminister Scott Bessent verbreitete zuvor die Nachricht, dass er „ziemlich zuversichtlich“ sei, dass die Kernpreise in den USA trotz des Iran-Kriegs weiter sinken würden, und dass er die Federal Reserve drängt, die Zinsen zu senken.
Bessent fügte hinzu, dass er verstehe, dass die Entscheidungsträger der Fed die wirtschaftlichen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt bewerten wollen, bevor sie über die Zinspolitik entscheiden. Er ergänzte, dass Trumps Kandidat Warsh den nächsten Lockerungszyklus anführen sollte. Auf die Frage, ob Powell Fed-Vorsitzender bleiben würde, falls der Senat Warshs Nominierung nicht genehmigt, sagte er: „Wir wollen Kevin Warsh so schnell wie möglich im Amt sehen.“
FED KÖNNTE BEOBACHTEN, BEVOR SIE DIE ZINSEN SENKEN; DER SCHWERPUNKT LIEGT DARAUF, DASS SIE DIE ZINSEN SENKEN MÜSSEN
DIE FED SOLLTE WARTEN, BIS WARSH IM AMT IST
WIR HABEN 10% SECTION-122-ZÖLLE EINGEFÜHRT; DER PRÄSIDENT HAT BISLANG NICHT BESCHLOSSEN, DIESE RATE AUF 15% ZU ERHÖHEN
ICH BIN ZIEMLICH ZUVERSICHTLICH, DASS DIE KERNINFLATION WEITER SINKEN WIRD
WIR WOLLEN EIN WOHNUNGSGESETZ VERABSCHIEDEN UND KEVIN WARSH SO SCHNELL WIE MÖGLICH ALS FED-VORSITZENDEN IM AMT HABEN
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.