Die Reserve Bank of Australia (RBA) veröffentlichte am Dienstag das Protokoll ihrer geldpolitischen Sitzung im März, aus dem hervorging, dass die Vorstandsmitglieder übereinstimmten, dass weitere Verschärfungen wahrscheinlich erforderlich sein würden.
Der Vorstand war sich einig, dass die finanziellen Bedingungen restriktiv sein müssen.
Die Mitglieder waren sich einig, dass weitere Verschärfungen wahrscheinlich erforderlich sind, waren sich jedoch über das Timing uneinig.
Öl nahe 100 USD/Barrel wird als fähig angesehen, den Verbraucherpreisindex (CPI) im Juniquartal auf etwa 5 % anzuheben.
Die Mehrheit befürchtete, dass die Inflationserwartungen ohne rasches Handeln entankert werden könnten.
Eine Minderheit bevorzugte abzuwarten und verwies auf Unsicherheiten bezüglich Wachstum, Konsum und Risiken am Arbeitsmarkt.
Das Paar AUD/USD bleibt nahe seinem tiefsten Stand seit über zwei Monaten gedrückt und handelt derzeit im Bereich von 0,6840-0,6835, was einem Tagesverlust von 0,20 % entspricht.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) legt die Geldpolitik des Landes fest und strebt eine Inflationsrate von 2-3 % an. Zinssatzerhöhungen stärken in der Regel den australischen Dollar, während Zinssenkungen ihn schwächen.
Traditionell galt Inflation als nachteilig für Währungen, da sie den Wert des Geldes mindert. In modernen Volkswirtschaften hat sich jedoch gezeigt, dass moderate Inflation zu Zinserhöhungen durch Zentralbanken führt, was wiederum Kapitalzuflüsse aus dem Ausland anzieht. Investoren suchen nach höheren Renditen, was die Nachfrage nach der lokalen Währung – im Fall Australiens den Australischen Dollar – stärkt.
Makroökonomische Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP) und der Einkaufsmanagerindex (PMI) haben direkten Einfluss auf die Währungen eines Landes. Eine starke Wirtschaft zieht Kapital an und stärkt die heimische Währung.
Quantitative Lockerung (QE) ist ein geldpolitisches Instrument, das in Krisenzeiten eingesetzt wird, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um die Kreditvergabe in der Wirtschaft wieder anzukurbeln. Die Reserve Bank of Australia (RBA) nutzt QE, indem sie australische Dollar druckt, um damit Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Finanzinstituten aufzukaufen. Damit wird den Banken dringend benötigte Liquidität zur Verfügung gestellt. Eine solche Maßnahme führt in der Regel zu einer Abwertung des australischen Dollars.
Quantitative Straffung (QT) stellt das Gegenstück zur quantitativen Lockerung (QE) dar und wird eingeleitet, sobald sich die Wirtschaft erholt und die Inflation wieder anzieht. Während die Reserve Bank of Australia (RBA) im Rahmen der QE Staats- und Unternehmensanleihen aufkauft, um den Finanzmärkten Liquidität zuzuführen, beendet sie bei QT diese Käufe und reinvestiert nicht in fällige Anleihen. Diese geldpolitische Maßnahme wird in der Regel als positiv für den australischen Dollar bewertet.