Japans Kabinettschef Minoru Kihara sagte am Donnerstag, dass die Haltung der Regierung, die geldpolitischen Entscheidungen der Bank of Japan (BoJ) zu überlassen, sich auch nach dem Iran-Krieg nicht geändert hat.
In der Zwischenzeit erklärte Japans Finanzministerin Satsuki Katayama, dass sie bereit sei, erforderliche Maßnahmen gegen die Marktvolatilität zu ergreifen, wann immer dies nötig sei. Sie fügte hinzu, dass sie die Finanzmärkte mit einem extrem hohen Maß an Wachsamkeit beobachte.
Es gibt keine Änderung in der Haltung der japanischen Regierung, als sie nach dem Bericht der US-Geheimdienste zur Haltung Japans gegenüber Taiwan gefragt wurde.
Die spezifische Geldpolitik liegt im Ermessen der Bank of Japan.
Die Haltung der Regierung, die geldpolitischen Entscheidungen der Bank of Japan zu überlassen, hat sich auch nach dem Iran-Krieg nicht geändert.
Die Regierung wird nicht kommentieren, wie die Geldpolitik der Bank of Japan, einschließlich ihrer Entscheidung im April, die Preise beeinflussen könnte.
Hofft, dass die Bank of Japan eng mit der Regierung zusammenarbeitet und eine angemessene Geldpolitik leitet, um stabil und nachhaltig eine Inflation von 2 Prozent zu erreichen, die nicht durch Kostendruckfaktoren, sondern durch Lohnerhöhungen getrieben wird.
Bei Redaktionsschluss lag das Paar USD/JPY 0,04% im Minus bei 159,80.
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.