Analysten der Commerzbank verweisen darauf, dass die Industrieproduktion im Januar im Jahresvergleich um 5,9 Prozent gestiegen ist – der stärkste Zuwachs seit Mitte 2024. Getrieben wurde die Entwicklung vor allem von exportorientierter Fertigung und der anhaltenden Nachfrage nach Halbleitern. Malaysias Status als Nettoexporteur von Rohöl sowie der vergleichsweise stabile Ringgit (MYR) dämpften mögliche Ansteckungseffekte aus der Region, warnen die Experten. Zugleich bleibe die Abhängigkeit von importierten Mineralölprodukten ein Schwachpunkt.
"Die Industrieproduktion im Januar fiel mit 5,9 Prozent im Jahresvergleich etwas stärker aus als erwartet (Bloomberg-Konsens: 5,0 Prozent) nach 4,8 Prozent im Dezember. Das ist der höchste Wert seit Juli 2024."
"Es wird erwartet, dass die Produktion in diesem Jahr robust bleibt, da weiterhin eine starke globale Nachfrage sowohl nach modernen als auch nach älteren Halbleitertechnologien besteht, unterstützt durch Investitionen in Rechenzentren."
"Im Vergleich zu anderen asiatischen Währungen hat sich der Ringgit angesichts des Anstiegs der Ölpreise relativ stabil gezeigt."
"Malaysia ist ein Nettoexporteur von Rohöl, und heimische Raffinerien decken rund 66 Prozent der Nachfrage nach raffiniertem Öl. Dennoch bleibt ein Vorbehalt: Malaysia importiert weiterhin Mineralölprodukte."
"Der Ringgit dürfte sich den Ansteckungseffekten durch die Schwäche anderer regionaler Währungen nicht vollständig entziehen können, dürfte jedoch weniger anfällig für einen weiteren Anstieg der Ölpreise sein."