Ökonomen der Commerzbank weisen darauf hin, dass Taiwans Exporte im Februar um 20,6 Prozent im Jahresvergleich gestiegen sind. Damit setzte sich eine Serie von inzwischen dreizehn Monaten mit zweistelligem Wachstum fort – trotz Verzerrungen durch Feiertagseffekte. Besonders Lieferungen aus der Elektronikbranche sowie im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz bleiben stark, während Behörden zugleich vor möglichen Belastungen durch den Konflikt im Nahen Osten warnen.
"Die Exporte im Februar stiegen mit 20,6 Prozent im Jahresvergleich weniger stark als erwartet (Bloomberg-Konsens: 35,5 Prozent) nach 69,9 Prozent im Januar. Dennoch war es der dreizehnte Monat in Folge mit zweistelligem Wachstum."
"Die Nachfrage nach modernsten Halbleitern blieb im Zuge des Elektronikaufschwungs robust, und auch die Exporte im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz dürften sich in den kommenden Monaten erholen, sobald die Effekte des Lunar-Neujahrs nachlassen."
"Nach Zielländern betrachtet legten die Exporte in die USA um 33,7 Prozent im Jahresvergleich zu, nach 151,8 Prozent im Januar. Lieferungen in die USA machen inzwischen 32 Prozent der Gesamtexporte aus – der höchste Anteil seit 36 Jahren."
"Die Generaldirektorin der Statistikbehörde, Beatrice Tsai, warnte, dass ein anhaltender Konflikt im Nahen Osten die Exportaussichten Taiwans belasten könnte. Unterbrochene Schifffahrtsrouten und höhere Treibstoffpreise könnten die Gewinne von Unternehmen drücken und die Verbraucherstimmung dämpfen."
"Die Nettozuflüsse ausländischer Investoren in taiwanische Aktien waren gestern erstmals seit zwei Wochen wieder positiv und beliefen sich auf 1,2 Milliarden US-Dollar."