Die Mitglieder des Rates der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Gouverneur der Banque de France, François Villeroy de Galhau, versichern den Investoren, dass die Zentralbank die Energiepreise und -märkte angesichts des Krieges im Nahen Osten genau beobachtet, in seinen Kommentaren während der europäischen Handelsstunden am Donnerstag.
Wir verfolgen die Energiepreise und -märkte sehr genau.
Die Dauer des Iran-Kriegs wird die Auswirkungen auf die Preise bestimmen.
Die finanzielle Stabilität ist nicht gefährdet.
Der Dollar hat sich gestärkt und ist wieder in den Status eines sicheren Hafens zurückgekehrt.
Ich sehe heute keinen Grund, warum die EZB die Zinssätze erhöhen sollte.
Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.
In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.
Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.