Der Chefökonom der Europäischen Zentralbank (EZB), Philip Lane, sagte am Dienstag, dass ein langanhaltender Konflikt zu einem erheblichen Anstieg der Inflation führen könnte. Gleichzeitig könnte er auch zu einem drastischen Rückgang der Produktion in der Eurozone führen.
Ein langanhaltender Konflikt könnte zu einem erheblichen Anstieg der Inflation führen.
Gleichzeitig könnte er auch zu einem drastischen Rückgang der Produktion in der Eurozone führen.
Richtungsmäßig übt ein Anstieg der Energiepreise insbesondere kurzfristig Aufwärtsdruck auf die Inflation aus.
Das Ausmaß des Schocks hängt stark von der Breite und Dauer des Konflikts ab.
Vorausgesetzt, es gibt keine größeren Schocks, wächst die Wirtschaft der Eurozone in der Nähe ihres Potenzials.
Selbst wenn man die Volatilität der Energiepreise herausnimmt, liegt die Inflation weiterhin über dem mittelfristigen Ziel von 2%.
Dies ist kein Umfeld, in dem ich ein Argument für ein gewisses Risiko bei der Inflation sehe.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert EUR/USD 0,16% niedriger bei 1,1670.
Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.
In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.
Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.